FN-Schiedsgericht: Deußer darf fünf Monate nicht reiten

Daniel Deußer

(© www.toffi-images.de)

Daniel Deußer darf auch weiterhin nicht reiten. Das hat das Große Schiedsgericht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung bekräftigt. In den vergangenen Tagen hatte es widersprüchliche Aussagen zu Deußers Startverbot gegeben.

Die Übersicht zu behalten ist nicht ganz einfach. Deußer war im Frühjahr 2007 bei einem nationalen Turnier aufgefallen, weil bei seiner Stute Pristanna das Psychopharmakon Reserpin gefunden worden war. Er war daraufhin für Starts auf nationalen Turnieren in den USA vom dortigen Dachverband gesperrt worden. Beim Weltcupfinale 2007 war Deußers Pferd Air Jordan Z auf das gleiche Medikament positiv getestet worden. Formfehler der B-Probe hatten aber eine Verhandlung vereitelt.
2008 hatte sich der in den Niederlanden beim Pferdehändler Jan Tops angestellte junge Mann aus Hessen mit diversen Einstweiligen Verfügungen die Möglichkeiten auf Turnieren zu starten gerichtlich erstritten, so beispielsweise in Hamburg und Wiesbaden. Am 24. April hatte die Disziplinarkommission Deußer bereits die Ausstellung einer Jahresturnierlizenz verweigert. Daraufhin hatte die FN-Abteilung Turniersport/Spitzensport regelkonform die für Hamburg und Wiesbaden erteilten Startgenehmigungen widerrufen. Das Große Schiedsgericht der FN hat Deußer und die FN heute davon in Kenntnis gesetzt, dass es die Entscheidung der Disziplinarkommission vom 24. April bestätigt hat. In den Ausführungen wird daraufhingewiesen, dass die Disziplinarkommission selbst keine Startgenehmigungen verweigern bzw. widerrufen darf.