Frankreichs Springreiterteam für die Weltreiterspiele in Tryon

Auch Kevin Staut und Reveur de Hurtebise traben sich zusammen ein bisschen ein.

Reveur de Hurtebises Rente muss noch ein bisschen warten. In Tryon sind er und Kevin Staut das einzige Paar mit Championatserfahrung für Frankreich. (© Pauline von Hardenberg)

Neue Springreiternamen stehen auf der Liste der französischen Reiterlichen Vereinigung für die Teilnahme an den Weltreiterspielen 2018 in Tryon vom 11. bis 23. September.

Von den alten Hasen sind nur Kevin Staut mit Reveur de Hurtebise und Thierry Rozier auf Venezia d’Ecaussines benannt. Das mag dem einen oder anderen verwirrend erscheinen, wo Kevin Staut und das Haras des Coudrettes doch beim Weltcup-Finale verkündet hatten, der Wallach solle nicht mehr im Sport gehen.

Einige Monate später war er wieder beim CHIO Aachen am Start und wurde Zweiter im Großen Preis von NRW. Kevin Staut erklärte, man habe das beim Weltcup-Finale missverständlich kommuniziert. Tatsächlich solle der 17-jährige Wallach nur keine Championate mehr gehen. Dann war das auch eine missverständliche Kommunikation?

In Tryon ist Reveur de Hurtebise auf jeden Fall, das einzige Pferd, das zu Mannschaft gehörte, die 2016 Gold bei den Olympischen Spielen in Rio geholt hatte.

Thierry Roziers 13-jährige belgische Kashmir van Schuttershof-Tochter Venezia d’Ecaussines hat in La Baule im Mai ihr erstes Fünf-Sterne-Turnier bestritten und wurde auf Anhieb Fünfte im Großen Preis. Danach konnte sie sich noch einige Male gut platzieren. Thierry Rozier hat seinerseits zwar viel Erfahrung im internationalen Sport, war aber noch nie bei einem Senioren-Championat für Frankreich dabei. Das gilt auch für die weiteren Mannschaftsmitglieder.

Nicolas Delmotte, der neue Stallreiter des Haras de Clarbec, das zuvor Pénélope Leprevost unterstützt hatte, war zwar allerdings mehrfach bei Nachwuchs-Europameisterschaften am Start. Sein zehnjähriger Belgier Ilex war im vergangenen Jahr siegreich beim Großen Preis von Dinard (CSI5*) und trug mit zwei fehlerfreien Runden maßgeblich zum Sieg des französischen Teams beim Nationenpreis in Gijon bei. Ähnlich erfolgreich ging es in diesem Jahr weiter, unter anderem mit zwei fehlerfreien Runden im Nationenpreis von St. Gallen und einem dritten Platz im Großen Preis von Dinard.

Ebenfalls benannt wurden Alexis Deroubaix und der elfjährige Selle Français-Wallach Timon d’Aure, auch diese beiden ohne Championatserfahrung, dafür aber mit einigen guten Platzierungen in den letzten Monaten, z.B. einem Sieg im Großen Preis des CSI4* von La Coruña sowie einem zweiten und einem vierten Platz bei demselben Turnier. Außerdem gehörte das Paar zur Nationenpreismannschaft von Rotterdam, wo sie sich mit einer Null- und einer Vier-Fehler-Runde beachtlich schlugen.

Fünfte im Bunde ist Alexandra Francart auf Volnay du Boisdeville, einem neunjährigen Selle Français-Hengst v. Winningmood-Jalisco B. Auch hier gilt: keine Championatserfahrung, dafür aber erfolgreiche Nationenpreiseinsätze, wobei sie in St. Gallen zweimal fehlerfrei waren und in Rotterdam einmal ohne, einmal mit zwei Abwürfen aus dem Parcours gekommen waren.

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