GCT London: Scott Brash hängt die Konkurrenz ab

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Mitten im Herzen Londons messen sich die besten Springreiter bei der Global Champions Tour (© GCT/Grasso)

Zum ersten Mal machte die Global Champions Tour in London Halt. Scott Brash gelang auf Hello Forever der Heimsieg vor Landsmann Ben Maher. John Whitaker nach Sturz im Krankenhaus.

Die Stationen der Global Champions Tour sind berühmt für ihre teils spektakulären Kulissen in unmittelbarer Strandnähe. Das Wetter dort: sonnig. In London (GBR) hätte man erwarten dürfen, dass die Sonne sich nicht zeigt und es stattdessen regnet. Aber das englische Wetter blieb aus und Global Tour-Ausrichter und seit Sonntag Vater einer Tochter, Jan Tops, wurde mit Sonnenschein belohnt. Auch für den Briten Scott Brash hätte das Wochenende kaum besser laufen können. Erst der Sieg in der Global Champions League, dann der in der Tour.

Schnell und wendig

Das Publikum tobte auf ihren Plätzen, als Scott Brash auf Hello Forever zeigte, wie man richtig Stechen reitet. Ob dicht oder weit – der elfjährige Wallach machte jeden Spaß im Parcours mit. Davon profitierte Brash vor allem am letzten Hindernis, als er nicht die richtige Distanz fand und der For Pleasure-Sohn mit einem riesigen Satz beherzt absprang und seinem Reiter damit zu 99.000 Euro Siegprämie verhalf. Letztlich stoppte die Uhr bei 38,62 Sekunden. Damit nahm er dem Iren Denis Lynch die bisherige Führung ab. Dieser brauchte auf dem 14-jährigen Hannoveraner All Star 39,35 Sekunden. Lynch ritt den kompakten Argentinus-Sohn zwar auch auf Tempo, aber der Wallach ist um Längen nicht so schnell und wendig wie Hello Forever. Als letzter Starter versuchte noch Ben Maher sein Glück. Er ritt die zehnjährige Continio-Tochter Madame und war mit 38,68 Sekunden dicht dran an der Zeit von Brash. Der verfolgte die Runde noch auf Hello Forever sitzend am Ausritt und streckte die Faust anschließend gen Himmel.

Auch noch im Geld und bester Deutscher war Christian Kukuk. Er ritt in 42,84 Sekunden durch den Stechparcours und wurde damit Neunter. Daniel Deußer verpasste auf Hildago das Stechen. Er hatte einen Abwurf und einen Zeitfehler im ersten Umlauf und wurde damit 15. Den ersten Umlauf nicht beendet hat David Will. Die Runde begann gut, der Fuchs Cento du Rouet sprang vorsichtig, die Distanzen passten. Nur zur dreifachen Kombination kam das Paar nicht passend hin, es fiel jeweils eine Stange an Ein- und Aussprung. Daraufhin schenkte Will dem zehnjährigen Wallach den Rest des Parcours‘.

Einen weniger glücklichen Tag hatte Geburtstagskind John Whitaker. Der 62-Jährige ritt den neunjährigen Cassinis Chaplin, der nach der dreifachen Kombination nicht die Distanz zum nächsten Hindernis fand. Der Schimmel machte erst noch Anstalten abspringen zu wollen, parkte dann aber doch. Whitaker blieb keine Zeit mehr zu reagieren, er flog kopfüber über den Pferdekopf in den Sprung hinein. Der Brite blieb danach liegen, die Sanitäter mussten ihn vom Platz tragen. Das englische Portal Horse&Hound vermeldete später, dass Whitaker zur Beobachtung im Krankenhaus liege. Sein Bruder Michael sowie Freund Nick Skelton seien optimistisch, dass es ihm bald besser, schließlich konnte er Arme und Beine bewegen.

Brash zum Zweiten

In der Tour Konkurrenten, in der League Teamkollegen: Denis Lynch und Scott Brash. Sie führten ihr Team Miami Glory zum Etappensieg mit fünf Strafpunkten. So viele Strafpunkte hatten auch die Zweit- und Drittplatzierten auf dem Konto, Brash und Lynch waren aber schneller unterwegs. Zweiter wurde Valkenswaard United, bestehend aus Bertram Allen (IRE) und Alberto Zorzi (ITA). Die Berlin Lions Dritter.

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