GCT-Springen London: Der unbezwingbare Schotte und der Beerbaum

Mal wieder ein Sieg für den schnellen Schotten!

(© GCT/Stefano Grasso)

Scott Brash, Nummer eins der Weltrangliste und Sieger in der Global Champions Tour-Gesamtwertung 2013, gewann in London die elfte von 14 GCT-Etappen 2014 mit einer absolut uneinholbaren Zeit. Aber auch Ludger Beerbaums Zinedine beeindruckte.

Scott Brash mit seinem fantastischen Belgier Hello Sanctos v. Quasimodo vh Moelendreef und Ludger Beerbaum mit dem KWPN-Hengst Zinedine waren die einzigen Paare, die sowohl die beiden schwierigen Umläufe als auch das Stechen fehlerfrei bewältigten. Wobei der zwölfjährige Hello Sanctos im Stechen all seine Erfahrung ausspielte und die absolute Topzeit von 38,54 Sekunden in den Sand brannte.

Ludger Beerbaum und sein zehnjähriger Guidam-Heartbreaker-Sohn hatten es gar nicht nötig, sich wahnsinnig zu beeilen, denn mit einer fehlerfreien Runde war ihnen Platz zwei sicher. Etwas, was Beerbaum nicht absehen konnte, als er vor Brash ins Stechen ging. In der anschließenden Pressekonferenz ließ der Riesenbecker aber wissen: „Ich bin super zufrieden mit meinem Pferd. Platz zwei war realistisch das Maximum, das ich hier heute rausholen konnte. Ich hatte hier nicht mein Toppferd gesattelt und da ich Scott und Hello Sanctos kenne, war es nicht möglich, sie zu schlagen, selbst wenn ich nach ihnen im Stechen gestartet wäre. Ich hatte das Gefühl, versuch es und mach dich nicht lächerlich, sieh zu, dass du null bleibst, und dann guck, was passiert.“ Es wurden stattliche 90.000 Euro.

Brash nahm 148.500 Euro mit heim nach Schottland. Platz drei ging in die Niederlande, an Maikel van der Vleuten auf Verdi, die beiden Sieger aus Madrid und Olympia-Zweiten mit dem Team. Sie waren zwar schneller als Beerbaum und Zinedine, hatten aber einen Abwurf.

Mit diesem Trio im Stechen ritten zwei US-Amerikanerinnen, einmal die WM-Kandidatin Katie Dinan auf Nougat du Vallet und zum anderen Laura Kraut auf Nouvelle. Dinan wollte den Führenden den Sieg noch streitig machen und riskierte viel. Etwas zu viel, denn in einer engen Wendung trennten Reiterin und Pferd sich – was glücklicherweise glimpflich ausging. Laura Kraut verzichtete.

Daniel Deußer und sein DM-Pferd First Class van Eeckelghem waren als Neunte noch im Geld (ein Abwurf im zweiten Umlauf). Marcus Ehning und Comme il faut hatten einen Abwurf im ersten Umlauf. Hans-Dieter Dreher und Embassy II wurden disqualifiziert.

In der Gesamtwertung der Global Champions Tour führt nach elf von 14 Etappen weiterhin Rolf-Göran Bengtsson (Schweden) mit 221 Punkten. Mit jeweils 201 Punkten rangieren der für Ludger Beerbaum reitende Henrik von Eckermann (Schweden) sowie Edwina Tops-Alexander (Australien) auf Platz zwei. Bester Deutscher ist Ludger Beerbaum mit 196 Punkten auf Platz vier. Achter ist Daniel Deusser mit 160 Punkten. Platz elf hält Christian Ahlmann mit 123 Punkten. 97 Punkte bedeuten für Marcus Ehning Rang 20.

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