Genf: Rolex Top Ten Finale für Kanadas Feine Dame

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Eric Lamaze und Fine Lady im Parcours. Auch die Stute kommt ursprünglich aus Deutschland. (© Pauline von Hardenberg)

Der Freitag Abend beim CHI Genf ist traditionell die Zeit für das Rolex Top Ten Springen, bei dem die zehn besten Springreiter der Welt gegeneinander antreten. Dieses Jahr waren allein fünf Olympiasieger dabei.

Und einer davon holte den Sieg: Eric Lamaze (CAN) mit seiner Hannoveraner Forsyth-Tochter Fine Lady. Die kleine Stute mit dem riesengroßen Herz bewies einmal mehr, dass sie nicht nur fehlerfrei, sondern auch noch blitzschnell sein kann. Als eines von nur drei Paaren blieben die beiden fehlerfrei und sausten in 43,56 Sekunden durch den Parcours. Keine Chance für den Rest des Feldes und 130.000 Schweizer Franken (gut 120.000 Euro) für den Sieger.

Dass Fine Lady einmal zur Dauersiegerin in den schwersten Springen der Welt werden würde (unter anderem auch in den Preisen von NRW und Europa dieses Jahr in Aachen), hätte Lamaze wohl selbst nicht gedacht als er sie von Holger Wulschner übernahm. Aber wie er selbst sagt: Sie wächst in jedem Springen über sich selbst hinaus. Mit dem 2011 auf dramatische Weise verstorbenen Hickstead, der Gold in Hongkong holte, hatte Lamaze ein Pferd von überragender Qualität. Mit Fine Lady hat er eines mit unglaublichen Willen, der ihnen unter anderem auch Bronze in Rio eingebracht hatte.

Ahlmann Zweiter

Championate soll Taloubet Z keine mehr gehen. Aber auf „normalen Turnieren“ ist er weiterhin ein gefährlicher Gegner. So auch heute. Gegen die schnelle Lady kamen die beiden zwar nicht an. Aber seine Ferrari-Qualitäten stellte der Galoubet A-Sohn mit der zweitschnellsten Runde (43,05) dennoch unter Beweis.

Olympiasieger Nummer zwei auf drei

Steve Guerdat war der zweite Einzelolympiasieger im Starterfeld. Während sein Olympiapferd Nino des Buissonnets sich in Genf verabschieden wird, zeigte Weltcup-Sieger Corbinian einmal mehr, dass Guerdat in dem westfälischen Cornet Obolensky-Sohn einen würdigen Nachfolger im Stall hat. Auch er blieb fehlerfrei, ließ es aber recht ruhig angehen (44,30).

Noch zwei weitere Deutsche im Finale

Die Deutschen waren zu dritt als es heute Abend um das erste große Geld in Genf ging. Neben Christian Ahlmann ritten auch Marcus Ehning und Daniel Deußer. Ehning hatte auf Pret a Porter gesetzt. Der französische Hiram Chambertin-Sohn hatte einen Abwurf im ersten Umlauf, der ihm am Ende Rang sieben einbrachte.

Bei Daniel Deußer und seinem belgischen Balou du Rouet-Sohn First Class van Eeckelghem fiel in jedem Umlauf eine Stange, Platz neun.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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