Gijon: Niklaus Rutschi gewinnt Großen Preis, USA das Nationenpreisspringen

Was für ein Wochenende für den US-Springsport! Nach dem Sieg des einen Teams im Nationenpreis von Hickstead am Freitag folgte ein weiterer erster Platz einer anderen Mannschaft beim CSIO5* von Gijon. Der Große Preis ging in die Schweiz. Für Deutschland lief es durchwachsen.

Der Große Preis von Gijon wurde erst gestern Abend ausgeritten. Zwölf Paare nahmen am entscheidenden zweiten Umlauf teil. Die Bestzeit von 53,23 Sekunden unter den fünf strafpunktfreien Ritten lieferte der Schweizer Niklaus Rutschi auf dem elfjährigen KWPN-Wallach Windsor XV v. Karandasj-Wellington. Sie kassierten dafür knapp 50.000 Euro. Platz zwei ging in die USA, an Ashlee Bond im Sattel der zehnjährigen auf dem Gestüt La Silla gezogenen Chela v. Chapultepec La Silla-Tlaloc La Silla mit 53,79 Sekunden. Kevin Staut und Estoy Aqui de Muze v. Malito de Reves-Kashmir van Schuttershof holten Rang drei nach Frankreich (0/55,04).

Nicht gut lief es in diesem Springen für die deutschen Reiter. David Will und Mic Mac du Tillard, die nun 14 Jahre alte Selle Francais-Stute v. Cruising-Galoubet A, schieden im ersten Umlauf aus. Felix Haßmann und der elfjährige Westfale Balzaci v. Balou du Rouet-Landadel gaben auf.

Genauso war es Haßmann mit Brazonado im Hauptspringen am Vortag gegangen. Dafür konnte sich David Will mit Lesthago, einem neunjährigen Levisto-Carthago-Sohn, als Zehnter platzieren, und Joachim Heyer war mit dem zehnjährigen Oldenburger Argentinus-Zeus-Sohn auf Rang 16 ebenfalls noch im Geld. Der Sieg ging hier an Roger-Yves Bost im Sattel des auch erst zehnjährigen Qoud’Coeur de la Loge v. Ideal de la Loge.

Mit insgesamt acht Fehlern sicherten die USA sich am Samstag den Nationenpreis. Bestes Paar waren Georgina Bloomberg, die jüngste Tochter des New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg, auf Juvina. Die nun 13-jährige Österreichische Warmblutstute war erstmals unter der Nachwuchsreiterin Stefanie Bistan in Erscheinung getreten, ehe sie Mitte 2013 kurzzeitig zu Dietmar Gugler und unter den Sattel von David Will wechselte. Die beiden hatten Erfolge auf Fünf-Sterne-Niveau miteinander. Aber dann ging die Cassini-Tochter in die USA. Offensichtlich haben sie und Bloomberg sich gut zusammengerauft. Mit ihnen zusammen im Team ritten auch Quentin Judge auf dem einst unter Marcus Ehning erfolgreichen Copin van de Broy (4/4), Catherine Pasmore auf Bonanza van Paemel (0/4) und Ashlee Bond mit Chela LS (4/0).

Platz zwei in der Nationenpreiswertung ging an die Schweiz mit 13 Fehlern vor Großbritannien, wo 15 Strafpunkte zu Buche schlugen. Die deutsche Mannschaft konnte sich nicht für den zweiten Umlauf qualifizieren und endete auf Rang neun von elf Mannschaften. Es ritten David Will auf Mic Mac du Tillard (8 Fehler), Sebastian Karshüning mit Taquila (ausgeschieden), Joachim Heyer mit Aquarell (11 Fehler) und Felix Haßmann mit Balzaci (4 Fehler).

Alle Ergebnisse aus Gijon finden Sie hier.

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