Goldener Sattel 2018 für Henry Delfs

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Veranstalter Volker Wulff (EN GARDE), Gerrit Nieberg, Henry Delfs, Jessica Frauenrath von Equipe Saddles sowie Claudia Delfs, die Mutter des Siegers. (© Thomas Hellmann)

Henry Delfs heißt der Sieger des ersten wichtigen Springreiternachwuchswettbewerbs des Jahres, des Springens um den „Goldenen Sattel“, das heute bei der Partner Pferd in Leipzig ausgetragen wurde.

„Es ist schon was Besonderes, wenn jemand wie Hans Günter Winkler einem die Hand gibt“, sagte Henry Delfs. Der 19-jährige Abiturient gewann in Leipzig den Goldenen Sattel, ein Klassiker für den reitenden Nachwuchs, ins Leben gerufen einst von Springreiterlegende Hans Günter Winkler. Der 91-Jährige ließ es sich nicht nehmen, dem Sieger persönlich zu gratulieren.

Vier Reiter, vier Pferde, mit Pferdewechsel insgesamt 16 Ritte, jeder einzelne von Richter Joachim Geilfus kommentiert – das war auch in diesem Jahr wieder eine Lehrstunde in Sachen Springausbildung. Acht Landesverbände hatten Kandidaten nominiert, Leipzigs Turnierleiter Volker Wulff und Springreiter Marco Kutscher hatten die vier Reiter für Leipzig ausgewählt nach ihren Video-Eindrücken.

„Es ging in dieser Prüfung, einer Stilspringprüfung der Klasse M, darum, zunächst den Grundsitz des Reiters auf dem eigenen Pferd zu beurteilen und dann, wie er sich auf die anderen Pferde einstellen konnte.“, erklärte Joachim Geilfus. Bei Henry Delfs, dessen Eltern in der Nähe von Bargteheide bei Hamburg einen landwirtschaftlichen Betrieb führen, lobten die Richter Routine und Sicherheit bei jeder Runde, die gute Einteilung des Rittes und das gute Distanzgefühl. Sie hätten sich einen etwas weniger aufwendigen Sitz gewünscht. Henry saß auf dem selbst gezogenen Holsteiner Cordano D v. Carrico-Lordanos, gerade erst sieben Jahre alt, der für die Konkurrenten nicht ganz einfach war und mit 28, 3 Punkten das viertbeste, also das schlechteste Ergebnis erzielte. 32,8 Punkte standen am Ende für Henry Delfs zu Buche. „Er hatte die wenigsten Fehler“, sagte Geilfus, „Denn bei 0,5 Punkten Abzug für jeden Fehler wird aus einer guten Note ganz schnell eine nicht so gute.“

Zweite wurde Laura Hinkmann auf dem zehnjährigen NRW-Landbeschäler Captain Jack v. Captain Fire, zugleich das beste Pferd des Tages, das einzige, das in allen vier Kursen ohne Abwurf blieb. Zu ihrer Endnote von 32,4 Punkten trug wesentlich der 9,0-Ritt auf dem achtjährigen Chaccmo v. Chacomo (Old.) bei, die einzige Nullrunde des Pferdes, die mit gebührendem Applaus bedacht wurde. Chaccmos Reiterin Mylen Kruse hatte weniger Fortune, die kassierte mit ihrem eigenen Pferd zwei Abwürfe und mit Al Capone von Maximilian Rolf eine Verweigerung. Dagegen stand eine fast perfekte Runde auf Captain Jack mit 9,0. Am Ende Platz blieb drei mit 29,4 Punkten übrig. Vierter wurde Maximilian Rolf mit 29,2 Punkten.

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