Hans-Dieter Dreher siegreich mit neuem Pferd, Cool and Easy wieder bei den Besitzern

Hans-Dieter Dreher und Cool and Easy

Hans-Dieter Dreher und Cool and Easy (© Archiv Pauline von Hardenberg)

Rund 800 Kilometer südlich vom CHIO Aachen sicherte sich Hans-Dieter Dreher den Großen Preis beim CSI5* in Ascona, aber nicht mit Cool and Easy. Der hatte zuvor den Stall gewechselt.

Von den 275.000 Euro, die beim Großen Preis von Ascona ausgeschüttet wurden, sicherte sich Hans-Dieter Dreher den Löwenanteil von 90.000 Euro. Gesattelt hatte er aber nicht seinen Routinier, den Holsteiner Cool and Easy, sondern die neunjährige Berlin-Tochter Berlinda. Es war sein zweiter Sieg mit der Stute, die er seit Mai unter dem Sattel hat. 38,36 Sekunden im Stechen reichten für den Sieg vor Michael Whitaker (GBR), der mit dem zehnjährigen Chacco Blue-Nachkommen Calisto Blue 38,71 Sekunden brauchte. Nur eine Hundertstelsekunde langsamer war der Belgier Wilm Venir auf dem neunjährigen Wallach Iq van het Steentje.

Neue Pferde im Stall

Hans-Dieter Dreher reitet seit Mai drei Pferde von Zanotelli Horses. Dahinter steht Roland Zanotelli, ein schweizer Unternehmer, der unter anderem mit Immobilien sein Geld gemacht hat. Neben Berlinda stehen ihm Escada, eine achtjährige Chacco Blue-Tochter, sowie der elfjährige Wallach Goodtimes van’t Lozerhof zur Verfügung. Letzterer lief zuvor unter dem Brasilianer Felipe Ramos Guinato bis Dreisterne-Springen. Er soll zukünftig das Zweitpferd neben Berlinda sein, sagte Dreher gegenüber St.GEORG online. „Berlinda hat schon vor zwei Wochen bei den Landesmeisterschaften in Schutterwald (in Baden-Württemberg – Anm. der Redaktion) im Großen Preis gezeigt, dass sie das Potenzial für den Großen Sport hat. In Ascona hat sie dann natürlich nochmal einen oben drauf gesetzt.“ Neben ihrem Springvermögen überzeugt die Stute durch ihre hervorragende Rittigkeit, betonte Dreher. Entstanden sei der Kontakt zu Zanotelli durch den Kolumbianer Willinton Moreno Camacho. Er trainiert bei Dreher und reitet ebenfalls Pferde von Roland Zanotelli.

Cool and Easy in der Schweiz

Sein bisheriges Erfolgspferd, der 13-jährige Holsteinerwallach Cool and Easy, steht hingegen nicht mehr in Eimeldingen. Dreher gewann noch Anfang des Jahres beim Weltcupturnier in Basel die Einlaufprüfung mit ihm. Zum Maimarkt Turnier nach Mannheim nahm er ihn auch noch mit. Danach ist der Contender-Sohn zurück zu seinem Besitzer, Paul Bücheler, in die Schweiz gegangen. „Er wollte nicht mehr, dass Cool and Easy so schwere Prüfungen geht.“ Die Premiere beendete er mit seinem neuen Reiter Manuel Eugster (SUI) auf Rang 29 im Großen Preis des CSI2* in Gorla Minore (ITA).

Erfolge

Bis 2014 stand der Wallach dem Schweizer Beat Mändli zur Verfügung. Nachdem Mändli sich aber vermehrt in den USA aufhielt, um Katie Dinan zu trainieren, beendeten der Thurgauer Unternehmer Paul Bücheler und Beat Mändli die Zusammenarbeit. Daraufhin übernahm die Irin Jessica Kürten die Pferde, die zuvor unter Mändli liefen. Mit Cool and Easy war sie in Fünfsterne-Prüfungen platziert, einen Sieg konnte sie nicht verbuchen. Im Gegensatz zu Dreher, der mit dem Wallach im letzten Jahr das CSIO5*-Turnier in St.Gallen und das Championat von Salzburg gewann.

 

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