Hickstead: Brasilien siegt im Nationenpreis, Deutschland abgeschlagen

Winning Team LWS

Das siegreiche brasilianische Nationenpreisteam von Hickstead 201 mit Marlon Zanotelli, Pedro Veniss, Yuri Mansur und Pedro Junqueira Muylaert. (© FEI/Liz Gregg)

Der erste Anlauf beim Nationenpreisturnier im britischen Hickstead wurde ein voller Erfolg für Brasiliens Springreiter. Weniger glücklich endete der Auftritt des deutschen Teams.

Lediglich vier Fehler mussten sich die Brasilianer anrechnen lassen. Marlon Modolo Zanotelli und die elfjährige Selle Francais-Stute Sirene de la Motte v. Apache d’Adriers lieferten zwei fehlerfreie Umläufe, ebenso wie Pedro Veniss und die Hannoveraner Stute For Felicila v. For Pleasure. Yuri Mansur und die KWPN-Stute Babylotte v. Dollar du Murier waren mit zwölf Fehlern im ersten Umlauf das Streichergebnis, blieben aber sauber in Runde zwei. Die vier Fehler, die zählten, kamen von Pedro Junqueira Muylaert auf Prince Royal Z Mfs. Dafür mussten die beiden im zweiten Umlauf gar nicht mehr antreten.

Für die Brasilianer war dies ein besonderer Tag, insbesondere, weil sie das erste Mal ein Nationenpreisteam in Hickstead am Start hatten. Aber für Marlon Zanotelli markierte das Turnier auch persönlich einen Meilenstein: „Das war der erste Nationenpreis seitdem wir (seine Frau Angelica Ausgustsson-Zanotelli, Anm. d. Red.) uns selbstständig gemacht haben und es ist super, zurück im Team zu sein. Ich habe meine Stute seit Ende letzten Jahres und es war eine große Sache heute als erster Reiter des Teams zu starten. Aber ich kenne sie sehr gut und sie war so sicher im Parcours, sie ist unglaublich gesprungen! Ich habe sechs Jahre lang für Enda Carroll gearbeitet und hatte eine fantastische Zeit. Daher war es keine leichte Entscheidung, zu gehen. Enda hat mir alles gegeben. Aber meine Frau und ich wollten etwas eigenes machen und hatten nicht damit gerechnet, dieses Jahr so schnell wieder zurück zu sein. Von daher muss ich meinen fantastischen Pferdebesitzern danken!“

Platz zwei ging mit 14 Strafpunkten in Summe an die Niederländer vor den Schweizern. Für Holland ritten Harrie Smolders auf Don VHP Z (0/0), Gerco Schröder auf Cognac’s Champblanc (13/12), Ruben Romp mit Teavanta II C Z (1/0) und Jur Vrieling auf Galsgow vh Merelsnest (13/0). Die Schweiz wurde vertreten durch Nadja Peter Steiner mit Saura de Fondcombe (die schon in Aachen im Team waren, 0/4), Romain Duguet auf Sherazade du Gevaudan (8/0), Philipp Züger und Casanova F Z (8/13) sowie Beat Mändli mit Dsarie (0/4).

Deutsche im Pech

Für Deutschland blieb nur Rang sieben von acht Mannschaften. 32 Fehler gab es insgesamt. Marcus Ehning und Comme il faut sprangen zweimal strafpunktfrei, wurden allerdings nachträglich wegen Blut an der Flanke disqualifiziert. Auf seiner Facebook-Seite schreibt der Stall Ehning: „Marcus ist sehr enttäuscht, weil Comme il faut nach der Doppel-Nullrunde in Hickstead im Nationenpreis leider disqualifiziert worden ist. Nach dem zweiten Umlauf ist bei Comme il faut eine Schramme vom Sporen gefunden worden. Dieses führt nach FEI Regel 242.3.1. direkt zur Disqualifikation. Es geht ihm natürlich ansonsten sehr gut.“

Somit zählten alle übrigen Fehler. Patrick Stühlmeyer und Lacan lieferten mit null und vier Fehlern das beste Ergebnis. Bei Kendra Claricia Brinkop folgte nach fehlerfreiem ersten Umlauf eine Zwölf-Fehler-Runde. Mario Stevens und Baloubet kamen mit vier und zwölf Fehlern aus dem Parcours.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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