Jolie Marie Kühner verteidigt Titel als Bundesnachwuchschampionesse der Pony-Springreiter

Jolie Marie Kühner (RA München) + Del Piero (v. Dexter Leam Pondi) – Gewinner des Bundesnachwuchs-Championat Springen Pony 2021 – DA-Kranichstein – Hofgut Kranichstein (c) Foto: Jan Reumann

Jolie Marie Kühner und Del Piero waren zweimal hintereinander Bundesnachwuchschampions der Ponyspringreiter (hier 2021 in Darmstadt) und auch in Gorla Minore top unterwegs. (© Reumann)

Zum zweiten Mal in Folge gewinnt die Tochter des für Österreich startenden Starnbergers Max Kühner auf ihrem Schimmelhengst Del Piero das Bundesnachwuchschampionat in Warstein.

21 Ponyspringreiter hatten sich für das Finale in Warstein qualifizieren können. Zunächst sah es nicht nach einem nochmaligen Erfolg für Jolie Marie Kühner aus. Denn die Einlaufprüfung auf L-Niveau entschied Helena Becker (WEF) auf Christoph Columbus mit der Wertnote 8,8 für sich, während Jolie Marie Kühner mit einer 8,1 hinter ihr lag.

Am Sonntag ging es dann jedoch ans Eingemachte. Im Finale, einer Ponystilspringprüfung der Klasse M mit Standardanforderungen zeigten der Holsteiner Hengst Del Piero und die zwölfjährige Jolie Marie Kühner dann ihre ganze Klasse und sicherten sich mit der Wertnote 9,2 im ersten Umlauf den Einzug in das Stechen. „Zwischen der Einlaufprüfung und dem Finale an Tag zwei habe ich eine klare Leistungssteigerung bei vielen Paaren gesehen. Da ist Nervosität abgefallen und sie haben tolle Runden gezeigt“, erklärte Pony-Bundestrainer Karl Brocks.

So erreichte die Gewinnerin der Einlaufprüfung, Helena Becker, ebenfalls eine Verbesserung mit einer 9,1, doch im Stechen lief es für die jüngste Tochter von Bundestrainer Otto Becker und Vize-Bundesnachwuchschampionesse von 2021, damals ebenfalls mit Christoph Columbus, nicht rund. Karl Brocks dazu: „Wir haben vier sehr starke Paare im Stechen gehabt, auch wenn dann noch einiges durcheinander gewirbelt wurde.“ Genauso ging es auch den anderen Amazonen Antonia Häsler (SAC) mit For President B sowie Ava Ferch (BAY) mit Sweet Don im zweiten Umlauf, die an ihre Leistungen aus dem Final-Umlauf nicht ganz anknüpfen konnten.

Nerven wie Drahtseile

Dass Jolie Marie Kühner mit ihren erst zwölf Jahren taff ist und wie der Papa abliefern kann, wenn es darauf ankommt, stellte sie dann als letzte Starterin im Stechen mit ihrem 14-jährigen Del Piero v. Dexter Leam Pondi, der ja schon einige Kinder zu Meriten getragen hat, unter Beweis. Sie ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und zeigte mit ihrem Schimmel eine harmonische, nahezu ideale Runde, die mit der Wertnote 9,5 belohnt wurde. Das Endergebnis von 18,7 Zählern reichte deutlich zum zweiten Titel der Bundesnachwuchschampionesse der Pony-Springreiter in Folge!


Bei diesem weiteren Erfolg von Jolie Marie Kühner verwundert es wenig, dass sich Papa Max Kühner nach seiner Rückkehr vom Rolex Grand Prix in Genf von seiner Tochter anhören durfte, wie er den Parcours besser hätte reiten sollen. Das hat uns Max Kühner bei unserem Besuch vor wenigen Wochen erzählt, der in der aktuellen St.GEORG-Ausgabe März erscheint. Hier können Sie das Heft versandkostenfrei bestellen oder alternativ ab dem 16. Februar auch im Handel erwerben.


Nach ihrem Sieg erklärte Bundestrainer Brocks: „Jolie hat starke Nerven bewiesen. Del Piero ist ein tolles Pony und sie ist sehr souverän geritten. Das war ein absolut verdienter Sieg“, erklärte der Bundetrainer. Vize-Bundesnachwuchschampionesse wurde Ava Ferch mit insgesamt 16 Zählern, gefolgt von Antonia Häsler (14,8). Auch den Veranstaltungsort lobte Brocks: „Warstein als Veranstalter hat sich unheimlich viel Mühe gegeben, das Bundesnachwuchschampionat für die Kinder und ihre Familien zu einem tollen Erlebnis zu machen. Jedes Paar wurde vor dem Ritt auf der Leinwand vorgestellt, die Böden waren toll und in der schönen, breiten Halle ließ sich der Standardparcours hervorragend reiten.“

Die Ergebnisse vom Finale des Bundesnachwuchschampionats finden Sie hier.

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