La Baule: Nationenpreisauftakt mit Sieg für Holland und Rang vier für Deutschland

(© Logo des FEI-Nationenpreises)

Nachdem der Nationenpreis im belgischen Lummen aufgrund widriger Wetterbedingungen abgesagt werden musste, trat die deutsche Springreiterequipe in La Baule an, um Punkte zu sammeln. Platz vier war das Ergebnis. Erfreulich: Big Star feierte unter Nick Skelton ein erfolgreiches Comeback.

Daniel Deußer auf First Class van Eeckelghem, Christian Ahlmann mit Epleaser van’t Heike, Meredith Michaels-Beerbaum auf Fibonacci sowie Ludger Beerbaum auf Chiara bildeten das deutsche Quartett von Bundestrainer Otto Becker. Der Tag begann viel versprechen mit zwei Nullrunden von Deußer und Ahlmann. Meredith Michaels-Beerbaum und ihr mächtiger Schimmel kassierten dann aber zwei Abwürfe. Für ihren Schwager Ludger Beerbaum kam es noch dicker: zwölf völlig untypische Strafpunkte für Chiara, das Streichergebnis. Die acht Fehler von MMB zählten. Damit lag die deutsche Mannschaft nach dem ersten Umlauf an sechster Stelle.

In Runde zwei zeigte die 13-jährige Holsteiner Contender-Tochter Chiara dann wieder was sie kann. Fehlerfrei und souverän überwand sie jedes einzelne Hindernis. Ebenso zuverlässig zog Deußers First Class seine Runde und blieb zum zweiten Mal fehlerfrei. Fibonacci berappelte sich ebenfalls und blieb strafpunktfrei. Christian Ahlmanns For Pleasure-Sohn Epleaser kassierte diesmal fünf Fehler und bildete im zweiten Umlauf das Streichergebnis. Machte in Summe acht Fehler, die zählten und Platz vier zusammen mit der Mannschaft aus der Schweiz.

Der Sieg ging an die aktuellen Welt- und Europameister, die Holländer. Sie mussten sich gerade mal einen Strafpunkt anrechnen lassen. Es ritten: Wout-Jan van der Schans auf Aquila SFN v. Ovidius (0/0), Leopold van Asten mit Zidane N.O.P v. Heartbreaker (0/1), Jur Vrieling auf Glasgow van het Merelsnest v. Nabab de Reve (8/0) und Willem Greve auf Carambole N.O.P. v. Cassini (0/1).

Platz zwei ging in die USA mit vier Fehlern insgesamt (wobei die in einer anderen Liga gewertet werden). Lauren Hough auf Ohlala v. Orlando (0/12), Luca Davis mit Barron v. For Pleasure (0/0), Margie Golstein-Engle im Sattel von Royce v. Cafe Au Lait (0/0) und Todd Minikus mit Babalou v. Balou du Rouet (0/4) bildeten die US-Equipe.

Für die mit fünf Strafpunkten knapp geschlagenen Franzosen traten an: Penelope Leprevost auf Flora de Mariposa v. For Pleasure (0/0), Simon Delestre mit Ryan v. Hugo Gesmeray (0/0), Kevin Staut auf Reveur de Hurtebise v. Kashmir van Schutterhof (4/4) und Roger-Yves Bost mit Sydney Une Prince v. Baloubet du Rouet (4/1).

Was ganz sicher alle Springsportfans freuen wird: Es gab in La Baule ein Wiedersehen Nick Skeltons Olympiapferd Big Star. Der nun 13-jährige KWPN-Hengst, der seit 2013 immer wieder an Sehnenproblemen laboriert hat, blieb als einziges Pferd des britischen Teams in beiden Umläufen fehlerfrei. Insgesamt wurden die Briten Sechste.

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