Ludger Beerbaum siegt im Großen Preis von Mannheim

Ludger Beerbaum und Chiara

(© Ludger Beerbaum und Chiara)

Mit der schnellsten fehlerfreien Runde im Stechen der besten 15 Reiter hat Ludger Beerbaum mit Chiara den Großen Preis von Mannheim gewonnen. Fünf weitere deutsche Teilnehmer hatten es auch in die Entscheidungsrunde geschafft. Es reichte aber nicht für einen der vorderen Plätze.

Mit dem Sieg in Mannheim hat Ludger Beerbaum nicht nur weitere 99.000 Euro auf das Erfolgskonto der Holsteiner Stute Chiara v. Contender verbuchen können, er hat auch nach dem Doppelnuller vom gestrigen Preis der Nationen gezeigt, dass seine Schimmelstute momentan in Top-Verfassung ist. Beerbaum selbst hatte gestern nicht nur mit dem dritten Platz der deutschen Equipe gehadert, sondern auch selbstkritisch bemerkt, dass gerade im zweiten Umlauf das Glück auf seiner Seite gewesen war. In 41,61 Sekunden war er der schnellste der fünf Reiter, die im Stechen fehlerfrei blieben. Schon vormittags war bekannt gegeben worden, dass Beerbaum sowie Daniele Deußer und Christian Ahlmann für die Europamannschaften gesetzt sind. Wer als vierter Mannschaftsreiter in der Soers reiten wird und wer als Reservereiter nach Aachen reist wird Bundestrainer Otto Becker erst in zwei Wochen nach dem Nationenpreis im britischen Hickstead bekanntgeben.

Schneller als Beerbaum war im Stechen heute David Will mit Mic Mac du Tillard. Die Fuchsstute fegte in 40,91 sieben Zehntelsekunden schneller als Beerbaum über den Stechkurs, hatte dabei aber zwei Fehler, Platz zwölf. Auch der Schweizer Niklaus Rutschi mit dem KWPN-Wallach Windsor war immerhin noch zwei Zehntelsekunden schneller als Beerbaum, verzeichnete aber einen Abwurf. Zweite wurde die US-Amazone Beezie Madden mit Cortes C, die gestern schon den Sieg des US-Teams im 100. Nationenpreis mit der schnellsten Stechrunde klar gemacht hatte. Heute konnte Beerbaum dem Paar zwölf Hundertstelsekunden abnehmen. Dritte wurde die für die Ukraine startende Katharina Offel mit Zipper (0/43,66 Sekunden im Stechen) vor dem Schweizer Paul Esterman und dem Oldenburger Lord Pepsi v. Lord Pezi (0/47,06) und Abdel Said aus Ägypten mit Vingino (0/48,25).

Zweitbestes deutsches Paar wurde Meredith Michaels-Beerbaum mit Fibonacci, die nach dem guten zweiten Umlauf gestern auch heute überzeugen konnte. Im Stechen gab es einen Abwurf in 43,91 Sekunden, Platz neun. Damit ist sie ihrem erklärten Saisonziel, dem Start in Aachen schon wieder ein kleines Stückchen näher als gestern. Vor sechs Wochen hatte sie ein Schlüsselbeinbruch ausgebremst, sie kann zwar wieder reiten, ist aber noch nicht 100 Prozent beschwerdefrei. Hinter ihr reihten sich drei Deutsche ein. Der deutsche Meister Denis Nielsen und Cashmoaker (4/46,1, Platz 10), Janne Friederike Meyer und Goja (4/46,59, Platz 11) und David Will. Christian Ahlmann wurde mit zwei Abwürfen im Sattel von Epleaser v. For Pleasure 15.

Felix Haßmann, Daniel Deußer, Patrick Stühlmeyer und Mario Stevens verpassten das Stechen  durch einen Springfehler im Normalparcours. Andre Thieme und Marcus Ehning, die mit Contendrix und Comme il faut durchaus noch berechtigte Hoffnungen auf eine EM-Berufung haben dürfen, patzten zweimal.

 

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