Maikel van der Vleuten springt Parcours auf Fjordpferd

Pferdesport

Maikel van Vleuten, Archivbild CHIO Aachen (© von Korff)

Der niederländische Springreiter Maikel van der Vleuten hat in Oslo gezeigt, dass er nicht nur im Sattel von Warmblütern schnell über den Parcours flitzen kann. In einer „Come Back“ Prüfung flitzte er mit einem Fjordpony durch die Halle, schneller als die norwegische Prinzessin Märtha Louise.

Das Rahmenprogramm bei Hallenturnieren stellt die Organisatoren von Indoor Events vor die Aufgabe, sich etwas besonderes einfallen zu lassen. Meistens steht am Ende der Überlegungen ein Franzose mit vielen Pferden, zumeist Schimmeln, die mit mehr oder weniger Zaumzeug ausgerüstet, mehr oder weniger komplexe Aufgaben im Showrund zu lösen haben. Zumeist steht dabei einer jener besagten Franzosen auf dem Rücken dieser Pferde. Eine Idee mit deutlich mehr Lokalkolorit haben sich die Organisatoren der ersten Weltcupetappe der Srpingreiter im norwegischen Oslo einfallen lassen.

In einem Springen unter dem Titel „Come Back“ gingen Promis aus dem Topsport und sportliche Wiedereinsteiger – Bedingung: mindestens 25 Jahre Erfahrung im Sport – an den Start. Der Parcours war entsprechend längst nicht so hoch wie bei den „echten“ Springen. Was auch an der Größe der Pferde, die den Kurs zu überwinden hatten, gelegen haben mag: Fjordpferde, die Falben mit der unverkennbaren Stehmähne und dem Aalstrich auf dem Rücken, zeigten ihr Geschick. Allen voran Ryttergardens Herkules, das Pferd, das der niederländische Springreiter Maikel van der Vleuten reiten durfte. Der 28-jährige amtierende Mannschaftseuropameister hatte zwar etwas Mühe, in den Sattel von Herkules zu kommen (siehe Video auf Facebook), gab dann aber alles. Das freute das Publikum in Oslo. Nur königstreue Patrioten mögen den Parforceritt des kleinen Niederländers mit gemischten Gefühlen betrachtet haben. Bis zu van der Vleutens Ritt hatte noch die norwegische Prinzessin Märtha Louise in Führung gelegen. So musste sich die Schwester des norwegischen Kronprinzen Haakon mit Platz zwei zufrieden geben.

 

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