Mannheim: Championat für Oppermann, Rock’n Rose rockt die Kür

028 Frie Jörg Oppermann – Che Guevara

Jörg Oppermann und Che Guevara waren die Sieger im Championat von Mannheim 2018. (© Frieler)

Jörg Oppermann und sein langjähriger Erfolgspartner Che Guevara sicherten sich das Championat von Mannheim. Und auf dem Viereck setzte Dorothee Schneider ihrem hoch erfolgreichen Wochenende ein Krönchen auf.

Seit neun Jahren sind Jörg Oppermann und der 17-jährige Holsteiner Che Guevara v. Concept ein Team. So richtig bekannt wurden sie 2011 mit dem Sieg im Großen Preis bei den German Classics in Hannover. Das Turnier gibt es nicht mehr. Aber Che Guevara und Jörg Oppermann siegen immer noch. Gestern gewannen sie mit der deutlich schnellsten Zeit des mit 14 Paaren besetzten Stechens das Championat von Mannheim, ein CSI3* Springen über 1,55 Meter.

Platz zwei ging an Charlotte Bettendorf und die Selle Francais-Stute Raia d’Helby, die mit 47,55 Sekunden über den Parcours kamen. Erst im November 2017 bekam die Luxemburgerin die 13-jährige Chapultepec-Tochter zum Reiten. Gleich zum Jahresbeginn gewannen sie den Großen Preis von Gahlen. Ihr bislang größter Erfolg war aber der Sieg im Preis von NRW im März.

Dritter wurde Lars Nieberg im Sattel des zehnjährigen Foster v. For Edition, den der Mannschaftsolympiasieger zusammen mit seinen Söhnen Max und Gerrit in den Sport gebracht hat und der unter anderem im vergangenen Dezember Zweiter im Großen Preis von Salzburg gewesen war (CSI4*).

Die Ergebnisse im Überblick.

U25 Springpokal

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Isabelle Gerfer und Ironie du Boix Halleux (© Frieler)

Mannheim war eine Sichtung für Deutschlands U25-Springpokal, dessen Finale im Juli im Rahmen des CHIO Aachen stattfindet. Geritten wurde eine nationale Springprüfung Klasse S*** mit Stechen. Vier Paare hatten das Stechen erreicht, drei blieben ein zweites Mal ohne Abwurf.

Die mit Abstand schnellste Nullrunde drehten Isabelle Gerfer und ihre zehnjährige belgische Nonstop-Tochter Ironie du Bois Halleux: 38,08 Sekunden. Und das, obwohl sie als erstes Paar ins Stechen mussten. Aber Gerfer sagte, ihre Stute sei grundschnell, sie habe sie einfach nur galoppieren lassen müssen.

Die 22-jährige Architektur-Studentin gehörte bis 2017 noch zum Bundeskader der jungen Reiter. 2018 ist ihr erstes Seniorenjahr. Sie sagt: „Der Schritt von den Jungen Reitern zu den Senioren ist sehr schwierig. Deshalb sind Prüfungen wie der U25 Springpokal so wichtig.“ Auch hatte sie nicht damit gerechnet, dass es in Mannheim auf Anhieb so gut laufen würde: „Klar war mein Ziel, es in diesem Jahr zum Finale nach Aachen zu schaffen, das wollen alle. Aber für mich selbst kam mir das fast ein wenig hochgegriffen vor.“ Nun ist sie sicher beim Finale im Rahmen des CHIO Aachen dabei.

Platz zwei ging an Stefanie Bolte im Sattel des zwölfjährigen Holsteiners Quick Step v. Quintero mit 39,32 Sekunden gegen die Uhr. Die beiden hatten waren 2017 schon beim Finale in Aachen dabei gewesen und wurden damals Zehnte.

Von Dominique Michelle Weber und dem elfjährigen ebenfalls holsteinisch gezogenen Chasseur en blanc v. Clearway kam die dritte fehlerfreie Runde im Stechen, für die sie 42,21 Sekunden benötigten.

Alle Ergebnisse der Prüfung

Rock’n Rose rockt die Kür

Frieler

Erste internationale Kür, erster Sieg für Dorothee Schneider und Rock’n Rose in Mannheim 2018. (© Frieler)

Einen siegreichen Einstand feierte in Mannheim die 14-jährige Hannoveraner Stute Rock’n Rose v. Rubin Royal unter Dorothee Schneider. Sie ging beim Maimarkt Turnier ihre erste internationale Kür und gewann sie mit 74,175 Prozent.

Es waren leider nur vier Paare, die die Kür-Tour ausgewählt hatten, so dass es mehr Richter als Reiter in der Prüfung gab. Hinter Dorothee Schneider reihte sich Britta Rasche-Merkt auf ihrem Lusitano Xerez ein (73,350).

Der Spanier Borja Carrascosa, der mit seinen Pferden in Krefeld stationiert ist, stellte den Almoretto-Sohn Al Martino vor und wurde mit 70,975 Prozent Dritter.

Die Vierte im Bunde war Antje Hell auf dem Trakehner Hengst Edberg v. Connery, der 67,925 Prozent für seinen Auftritt erhielt.

Hinter Dorothee Schneider liegt ein gewinnreiches Wochenende. Vor der Kür hatte sie mit Faustus im Special Isabell Werth und Don Johnson hinter sich gelassen. Das war nicht nur ein Erfolg für sie, sondern auch für das Gestüt Fohlenhof der Familie Heicke, dem beide Pferde gehören. Im Grand Prix hatte sie mit Faustus Rang zwei und mit Rock’n Rose Rang drei belegt.

Alle Ergebnisse aus Mannheim

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