Martin Fuchs gewinnt zum dritten Mal in Folge die Weltcup-Station von Lyon

51645083890_433e760d19_6k

Martin Fuchs und Chaplin, Sieger in der Weltcup-Etappe von Lyon 2021. (© FEI/Christophe Taniére)

Martin Fuchs verbittet sich jeden Vergleich eines anderen Pferdes mit seinem Superstar Clooney. Aber auch er wird sicherlich zustimmen, dass Kollege Chaplin seinen Stallkameraden heute bei der Weltcup-Station in Lyon würdig vertreten hat.

Während Clooney nach seinem Weideunfall ja nun wieder daheim ist und seiner Rente entgegensieht, war es der 14-jährige KWPN-Hengst Chaplin der den Schweizer Martin Fuchs zum Sieg der Weltcup-Etappe in Lyon trug. Für den Mannschaftseuropameister ist es der dritte Triumph in Folge bei der französischen Etappe. Die anderen beiden Male war es Clooney, der’s möglich machte. Heute brillierte der Verdi-Sohn Chaplin mit einem Stechen in einer eigenen Liga.

Von den elf Paaren, die die entscheidende Runde gegen die Uhr erreicht hatten, kamen nur drei ein zweites Mal fehlerfrei ins Ziel. Aber kein anderes Pferd schaffte den Parcours in unter 35 Sekunden, nur Chaplin. Bei 34,50 Sekunden stoppte die Zeit. Ein klarer Sieg für Fuchs und den Hengst, der wie auch Clooney im Besitz von Fuchs‘ langjährigem Mäzen Luigi Baleri steht.

Die anderen beiden Nuller vertraten Brasilien und Österreich. Zweiter wurde in 35,14 Sekunden Eduardo Pereira de Menezes auf dem 13-jährigen OS-Hengst Chaganus v. Chacco-Blue, gefolgt von Max Kühner auf seinem Top-Pferd Elektric Blue P. Die beiden erreichten das Ziel nach 35,87 Sekunden.

An vierter Stellte reihte sich die Britin Holly Smith auf dem KWPN-Wallach Denver ein. Smith hatte ein super Turnier, war fast immer platziert und lieferte heute in 35,52 Sekunden den schnellsten Vier-Fehler-Ritt im Stechen.

Da mussten sich die beiden Aachen-Sieger, Daniel Deußer und Killer Queen, hinten anstellen: Platz fünf mit 35,63 Sekunden. Für die anderen beiden deutschen Paare endete die Prüfung schon nach dem ersten Umlauf. Marcus Ehning und Stargold sammelten zwölf Strafpunkte, Kendra Claricia Brinkop und Kastelle Memo 13. Christian Ahlmann gab mit Clintrexo Z auf.

Weltcup-Station der Fahrer an Boyd Exell

Auch für die Fahrer war Lyon eine Gelegenheit zum Weltcup-Punkte sammeln. Die meisten davon flossen auf das Konto von Australiens Boyd Exell, der von seinen elf Auftritten bei Weltcup-Finals acht gewann und zweimal Zweiter war. 2019 war er „nur“ Sechster.

Heute aber hieß es einmal mehr: Sieger? Exell! Ohne Strafpunkte und mit der Bestzeit von 144,83 Sekunden ließ er den Belgier Dries Degrieck und den Niederländer Koos de Ronde hinter sich.

Die einzige deutsche Starterin, Mareike Harm aus Schleswig-Holstein, belegte Rang sechs von sieben Gespannen.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.