Mechelen: Léon Melchior-Preis erneut an Christian Ahlmann und Caribis Z

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Christian Ahlmann und Caribis Z beim Global Champions Tour-Final-Turnier in Doha 2018. (© Grasso)

Vor drei Jahren gewann Christian Ahlmann mit dem damals erst achtjährigen Zangersheider Hengst Caribis Z erstmals den Léon Melchior-Preis von Mechelen, das „Open Sires of the World Zangersheide“ Springen. Heute wiederholten sie diesen Erfolg. Und der Caribis Nummer zwei steht sozusagen schon in der Startbox.

Denn mit einem anderen Hengst, der heute achtjährig ist, wurde Christian Ahlmann auch noch Dritter: dem Diamant de Semilly-Sohn Dominator. Da haben Christian Ahlmann, bekanntlich der Lebensgefährte von Judy-Ann Melchior, der heutigen Zangersheide-Chefin und Tochter von Léon Melchior, und „seine“ Hengste deren Heimat, dem berühmten belgischen Gestüt, alle Ehre gemacht!

Das Open Sires of the World-Springen geht über 1,45 Meter mit Stechen, das zehn Paare erreichten, von denen acht zweimal fehlerfrei sprangen. Aber an die Zeit des Siegers kamen auch die Pferde mit Abwurf nicht heran. Christian Ahlmann und Caribis Z, die 2015 hier schon einmal siegreich gewesen waren, benötigten gerade mal 34,63 Sekunden für ihre Nullrunde gegen die Uhr. Keine Chance für Belgiens Francois Mathy Jr. und seinen zehnjährigen Ugano Sitte-Sohn Casanova de L’Herse, die beiden einzuholen. Die Uhr stoppte bei 35,05 Sekunden. Auf dem ja seinem Alter entsprechend noch deutlich unerfahreneren Dominator kam Ahlmann nach 35,85 Sekunden mit der drittschnellsten fehlerfreien Runde ins Ziel.

Prominente Namen

Das Open Sires of the World-Springen um den Léon Melchior-Preis ist wie der Name schon sagt, ausschließlich Hengsten vorbehalten. Darunter waren einige große Namen wie Gregory Wathelets Eldorado van het Vijverhof und Iron Man Van de Padenborre. Und der Oldenburger Lacan, das Pferd, das Patrick Stühlmeyer den Weg in den Großen Sport geebnet hat.

Er war eines von nur zwei deutschen Pferden im 32-köpfigen Starterfeld, geht jetzt aber unter Filippo Marco Bologni für Italien. Mit der Platzierung hatte der ehemalige Nationenpreisgewinner und Sieger im Großen Preis von Wiesbaden (damals noch unter Stühlmeyer) nach neun Fehlern im ersten Umlauf aber nichts mehr zu tun. Das zweite deutsche Pferd war der Rheinländer Bisquet Balou C v. Balou du Rouet unter Nicola Philippaerts für Belgien. Sie wurden Fünfte.

Die letzten werden die ersten sein

Das letzte große Springen des Tages waren die BMW-Masters, eine Art K.O.-Springen. Das Stechen machten drei Reiter unter sich aus. Daniel Deußer und Jasmien vd Bisschop mussten als erste in den Parcours. Die zehnjährige Larino-Tochter machte ihre Sache super: fehlerfrei, 28,92 Sekunden.

Aber das reichte nicht, um die beiden Weltcup-Sieger von Stuttgart auf Abstand zu halten, Belgiens Pieter Devos und seinen Apart – übrigens auch er ein Sohn des Larino. Hier stoppte die Zeit bei 28,34 Sekunden.

Nun waren alle Augen auf das letzte Paar gerichtet, Publikumsliebling Niels Bruynseels mit dem neunjährigen Delux van T & L v. Toulon. Für sie ging es um ein neues Auto im Wert von 35.000 Euro. Und Bruynseels wollte dieses Auto! In 28,12 Sekunden machte sein SBS-Wallach ihm noch ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk.

 

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