Michael Whitaker verliert Olympiapferd Cassionato

Michael Whitaker und Cassionato

Michael Whitaker und Cassionato (© Pauline von Hardenberg)

Seit 2013 waren Michael Whitaker und der mächtige Holsteiner Schimmel Cassionato ein Team, gingen für Großbritannien 2015 bei der EM in Aachen und 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro an den Start. Nun endet ihr gemeinsamer Weg.

Cassionato, ein jetzt 14-jähriger Hengst v. Cassini-Quidam de Revel, wurde zur Hälfte verkauft und soll in Zukunft von Jamie Gornall vorgestellt werden, der ebenfalls für das Vereinigte Königreich reitet. Der noch nicht ganz 34-jährige Gornall ist noch nie ein Championat geritten, hat aber große Pläne mit seinem Neuzugang. In einer Pressemitteilung, die World of Showjumping vorliegt, erklärte er, er peile die Europameisterschaften dieses und die Olympischen Spiele im kommenden Jahr an.

Zumindest sein vierbeiniger Partner kennt sich sowohl mit Europameisterschaften als auch mit den Besonderheiten Olympischer Spiele aus. 2015 wurden er und Michael Whitaker Vierte mit der Mannschaft bei der EM in Aachen. Bei den Olympischen Spielen im darauffolgenden Jahr qualifizierten sie sich zwar für die Entscheidung der Einzelwertung, doch da der Hengst eine Kolik bekam, konnten sie nicht mehr starten.

Neben den Championaten waren die beiden mehrfach Teil der erfolgreichen britischen Nationenpreis-Mannschaften, so etwa in La Baule, Rotterdam und Rom.

In den Sport gebrachte worden war der Schimmel mit der elitären Springpferdeabstammung übrigens vom Olympiasieger von Rio, Nick Skelton. Er stand bis dato im alleinigen Besitz von Gary und Beverly Widdowson, denen auch Skeltons Olympiapartner Big Star gehört. Nun haben sie die Hälfte der Anteile an dem Pferd an Jamie Gornalls Schwiegervater verkauft.

Nicht der erste Holsteiner

Auf Holsteiner Pferden ist Jamie Gornall häufiger unterwegs. So hatte er 2017 den unter Marco Kutscher in mehreren hochkarätigen Springen platzierten Carsten übernommen, einen ebenfalls 14-jährigen Hengst v. Cassini II-Quinar. Mit ihm war Gornall noch kurz vor Jahreswechsel in einem 1,50 Meter-Springen in Liverpool platziert gewesen.

Ein weiterer hierzulande gut bekannter Holsteiner Hengst, der nun bei Gornall steht, ist der 13-jährige Christian v. Cartani-Lord Liberty. Er war von seinem Züchter Sören von Rönne in den internationalen Sport gebracht worden und wechselte im Herbst 2016 zu Gornall. Mit ihm war Gornall z.B. im Mai vergangenen Jahres für den Nationenpreis in Linz (CSIO3*) aufgestellt gewesen, schied jedoch im ersten Umlauf aus und nahm am zweiten nicht mehr teil. Dafür konnten sie sich beim Nationenpreisturnier (CSIO5*) in Budapest in einem 1,60 Meter-Springen an vierter Stelle einreihen.

Diese beiden, wie auch noch andere Hengste stehen bei Gornall auch als Deckhengste zur Verfügung. Cassionato soll sich ihnen anschließen.

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