Millionen-Springpferd Dougie Douglas nun bei Katie Dinan

Katie Dinan und ihr Spitzenpferd Nougat du Vallet beim Weltcup-Finale 2014 in Lyon

(© Katie Dinan und ihr Spitzenpferd Nougat du Vallet beim Weltcup-Finale 2014 in Lyon)

Vor einem Monat war der britische Nationenpreissieger Dougie Douglas über eine Online-Auktion für 1,4 Millionen Euro versteigert worden. Damals hieß es nur, er sei an Kunden aus den USA gegangen. Nun ist klar, an wen.

Der heute zehnjährige Ire v. Douglas hat eine neue Heimat im Stall der Milliardärstochter Katie Dinan gefunden, einer Schülerin des Schweizers Beat Mändli, die in den vergangenen Jahren immer wieder international auf sich aufmerksam machen konnte. Ihre größten Erfolge (Unter anderem Nordamerikanische Meisterin der Jungen Reiter 2011, Nationenpreissieg in Dublin 2014, dreimal Finalistin im Weltcup-Finale u.v.m.) feierte sie im Sattel des 14-jährigen Franzosen Nougat du Vallet v. Scherif D’Elle. Der bekommt nun Verstärkung aus Irland bzw. Großbritannien.

Dougie Douglas wurde in Irland geboren. Als Vierjähriger wurde er über die Goresbridge Auktion an Holly Gillott und Graham Smith verkauft. Mit Holly Gillott machte Dougie Douglas Karriere. In Odense 2014 waren die beiden zum ersten Mal Teil der britischen Nationenpreismannschaft und siegten auf Anhieb, nachdem sie zwei fehlerfreie Runden zum Ergebnis beitrugen. Es folgten weitere erfolgreiche Einsätze mit dem Team in Gijon (Spanien), Lummen (Belgien), St. Gallen (Schweiz) und Rom (Italien). Nachdem klar war, dass der Wallach über die Auktion verkauft werden würde, meinte Holly Gillott, es sei der richtige Zeitpunkt. Nichtsdestotrotz sei der Wallach das Pferd ihres Lebens gewesen, das sie zu Orten gebracht hat, von denen man nur träumen kann.

Die 22-jährige Katie Dinan, die in Harvard Stammzellenbiologie studiert hat, will den Dunkelfuchs erstmals im Rahmen des Winter Equestrian Festivals in Florida vorstellen. Gegenüber der US-Website Chronicle of the Horse sagte Dinan, sie hätte Dougie Douglas schon lange bewundert. Sie hatte ihn vergangenen Sommer in Europa bei einigen Turnieren gesehen und als sie gehört haben, dass der Wallach zur Auktion geht, hat das ihr Interesse geweckt. Ausprobiert hatte sie ihn allerdings nicht. Aber inzwischen hat sie ihn bereits ausprobiert und festgestellt, dass er schön zu reiten, aber „ein bisschen heiß“ sei. Rio sei „nicht notwendigerweise“ ein Thema. Sie wird jetzt erst einmal schauen, wie es beim Winter Equestrian Festival in Florida läuft und zusehen, dass sie ihre Partnerschaft festigen – natürlich auch mit dem Ziel, erfolgreich auf Turnieren zu seien. Sie hoffe nun, dass ihr Spitzenpferd Nougat du Vallet (der sich im Februar eine leichte Verletzung zugezogen hatte) bald wieder fit ist. Außerdem habe sie noch Amaretto d’Arco und damit ein wirklich gutes Team erfahrener Pferde.