Monaco: Bei Scott Brash klingelte mal wieder die Kasse

Scott Brashs Hello Annie bekommt Gesellschaft von einem alten Stallkollegen. (© Stefano Grasso/GCT)

Es ist einfach unglaublich! Scott Brash siegt und siegt und siegt. Und das kann er nicht nur mit Spitzenpferd Hello Sanctos, sondern auch mit anderen Pferden, wie man heute bei der Global Champions Tour-Etappe in Monaco gesehen hat.

Zuerst hatte Brash sich mit Hello Annie heute die dem eigentlichen Global Champions Tour-Springen vorgeschaltete Rahmenprüfung gesichert, dann auch noch die Monaco-Etappe als solche, diesmal auf Hello M’Lady. Damit nicht genug war Hello Annie am Donnerstag auch noch Zweite im höchstdotierten Springen des Tages gewesen. Damit haben Brash und seine Pferde an diesem Wochenende mehr als 120.000 Euro verdient.

Und noch einer hatte dieses Wochenende großen Grund zum Jubeln: John Whitaker. Nachdem er am Donnerstag einmal Vierter gewesen war, gestern bereits das wichtigste Springen des Freitags hatte für sich entscheiden können und heute Nachmittag hinter Brash Zweiter gewesen war – beides mit der Stute Ornellaia, die er vor kurzem von Prinzessin Haya zum Reiten bekommen hatte –, gab es heute Abend eine weitere silberne Schleife für den fast 60-jährigen Briten, diesmal mit dem Arko III-Sohn Argento.

Auch wenn er ihn heute hinter sich gelassen hat, scheint Scott Brash seinen Äußerungen nach dem Nachmittagsspringen zufolge doch noch immer voll Ehrfurcht vor der reitenden Legende Whitaker zu sein: „John war und ist wunderbar für unseren Sport. Er hat alles geownnen, was es zu gewinnen gibt. Und er ist so hungrig wie eh und je, noch mehr zu gewinnen. Er ist ein großartiges Vorbild für jeden Heranwachsensden. Er ist ein wundervoller Mensch, ein fantastischer Reiter und man kann jedes Mal eine Menge lernen, wenn man ihm nur beim Reiten zuschaut.“

Bash und Whitaker gehörten zu den insgesamt acht Paaren, die zwei schwere Umläufe fehlerfrei hinter sich bringen konnten und am Stechen teilnahmen. Brash und Hello M’Lady, eine neunjährige BWP-Stute v. Indoctro-Baloubet, lieferten die schnellste Null-Fehler-Runde in 28,45 Sekunden. Für John Whitaker und Argento stoppte die Uhr bei 28,83 Sekunden. Um sieben Hundertstel geschlagen geben musste sich der Italiener Emanuele Gaudiano auf dem zehnjährigen KWPN-Wallach Admara v. Padinus-Murano. Die beiden hatten am Donnerstag bereits einmal Kasse gemacht, als sie das Abendspringen gewannen, in dem Brash und Hello Annie Zweite gewesen waren.

Schneller sogar noch als der Sieger war eigentlich Christian Ahlmann mit dem wieder topfitten Taloubet Z. Die beiden kamen nach unglaublichen 28,13 Sekunden ins Ziel, hatten aber einen Abwurf. Das bedeutete Rang sieben in der Endabrechnung. Dazwischen schoben sich Scheich Ali Bin Khalid Al Thani (QAT) auf der fantastischen zehnjährigen Holsteiner Stute Vienna Olympic v. Cassini-Contender, Jessica Springsteen (USA) auf der 14jährigen irischen Obos Quality-Tochter Lisona sowie Christina Liebherr (SUI) mit Midship du Borda v. Drakkar des Hutins.

Noch unter den Platzierten waren auch Hans-Dieter Dreher und Embassy II v. Escudo nach einer Vier-Fehler-Runde im zweiten Umlauf und Marco Kutscher mit Cornet’s Cristallo, bei denen in beiden Normalparcours je eine Stange fiel. Platziert wurden alle Paare, die in den zweiten Umlauf kamen. Dazu gehörte Ludger Beerbaum mit seiner Vier-Fehler-Runde auf Colestus leider nicht, so dass sie leer ausgingen.

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