Monaco: Wegweisender Global Champions Tour-Sieg für van der Vleuten, Kukuk Fünfter

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Maikel van der Vleuten und Beauville Z siegten im Global Tour Grand Prix von Monaco 2019. (© LGCT/Grasso)

Neun Jahre jung ist das Pferd, mit dem der Niederländer Maikel van der Vleuten gestern das Global Champions Tour Springen von Monaco hatte gewinnen können. Das dürfte nicht der letzte Sieg des Paares gewesen sein.

Beauville Z heißt der neunjährige Wallach, der gestern im Port Hercule von Monaco Maikel van der Vleuten einen Startplatz beim Global Champions Tour Super Grand Prix 2019 in Prag sicherte.

Am Ende sah die Reihenfolge der Top drei so aus: Platz eins an Maikel van der Vleuten auf Beauville Z mit fehlerfreien 33,06 Sekunden, Zweiter Bassem Mohammed (QAT) auf Gunder mit 33,12 Sekunden, Platz drei an Frankreichs Julien Epaillard auf Usual Suspect d’Auge (0/33,52).

Ein geglücktes Wagnis

Maikel van der Vleuten berichtete später, er habe vorher lange mit seinem Vater überlegt, ob der Einsatz in Monaco nicht zu früh käme. Dort steht der Parcourschef – in diesem Fall Frank Rothenberger – vor der Herausforderung, einen Global Tour-würdigen Parcours auf eng bemessenem Platz unterzubringen. Von den Pferden verlangt das ein Höchstmaß an Rittigkeit und Vermögen, wenn sie aus engen Wendungen über 1,60 Meter-Hindernisse springen müssen.

Es zeigte sich, dass Beauville Z mehr als bereit war. Seit 2018 hat Maikel van der Vleuten den Bustique-Sohn unter dem Sattel, der übrigens einst über die Springpferde-Auktion von Holger Hetzel den Besitzer wechselte. Dieses Jahr hat er die ersten ganz großen Turniere mit ihm geritten, aber noch keinen 1,60 Meter-Parcours.

Zehn Paare hatten das Stechen erreicht und als Maikel van der Vleuten und Beauville als drittletztes Paar in die Bahn mussten, führte Bassem Mohammed aus Katar mit Gunder nach einer Runde, von der man eigentlich dachte, schneller geht es nicht. Beauville belehrte alle eines besseren.

Van der Vleuten ritt die engsten Wendungen und er sagt selbst, dass es eine Stärke seines Pferdes ist, dass er schnell aus den Wendungen herauskommt. So nahm er Bassem Mohammeds Gunder noch einmal sechs hundertstel Sekunden ab.

Maikel van der Vleuten erklärte: „Ich habe im Vorfeld mit meinem Vater gesprochen, ob es nicht zu früh wäre, ihn hierher als mein erstes Pferd mitzunehmen. Mein Vater war hier, um sich das Springen anzuschauen. Er kam zu mir und sagte, es würde schwierig werden zu gewinnen. Alle hätten Fehler, ich sollte lieber auf Sicherheit reiten.“

Bekanntlich hören Kinder ja nicht immer darauf, was ihre Eltern ihnen sagen. Da ist der Mannschaftswelt- und -europameister Van der Vleuten keine Ausnahme. Er sei „motiviert gewesen zu gewinnen“. Und sein Pferd macht es ihm leicht: „Es ist unglaublich! Dieses Pferd kämpft wirklich für mich. Als ich Julien (Epaillard) auf der Leinwand sah, dachte ich, ich könnte wetten, dass er gewinnt. Er hat überall alles herausgeholt. Ich war nur ein bisschen schneller und ich habe heute alles gegeben. Ich hatte einige schöne Vorwärtsdistanzen und das Pferd hat wirklich für mich gearbeitet.“

Einen tollen Erfolg aus deutscher Sicht feierte übrigens Christian Kukuk. Mit Limonchello wurde er nach einem eher auf Sicherheit angelegten Ritt im Stechen Fünfter hinter den Top drei und seinem ehemaligen Arbeitskollegen Henrik von Eckermann (SWE) auf Toppferd Mary Lou.

Global Champions League

Zum ersten Mal standen die Scandinavian Vikings ganz oben auf dem Global Champions League-Treppchen. Dafür hatten der Noeweger Geir Gulliksen und Henrik von Eckermanns schwedische Schülerin Evelina Tovek gesorgt. Die beiden hatten am Ende nur einen Fehler für Zeitüberschreitung auf dem Konto.

Alle Ergebnisse aus Monaco finden Sie hier.

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