Münster: Das Duell Ahlmann vs. Ehning geht in die zweite Runde

Münster – Turnier der Sieger 2018

Christian Ahlmann ist aktuell Führender im Ranking der DKB-Riders Tour. In Münster siegte er auf Clintrexo Z. (© Stefan Lafrentz)

Höhepunkt im Parcours beim Turnier der Sieger 2018 war der Große Preis der Stadt Münster, zugleich Wertungsprüfung für die DKB-Riders Tour. Wie schon vor wenigen Wochen in Berlin, machten Marcus Ehning und Christian Ahlmann den Sieg unter sich aus.

Beim Global Jumping in Berlin war es Christian Ahlmann, der am Ende die Nase vorne hatte. Und auch beim Turnier der Sieger 2018 konnte er sich gegen Marcus Ehning durchsetzen, wenn auch erneut in einem Wimpernschlag-Finale. Nur fünf Zehntelsekunden trennten die beiden Reiter schlussendlich voneinander. Der 43-jährige Ahlmann saß heute im Sattel von Clintrexo Z, einem neunjährigen Clintissimo-Sohn. Der Schimmel galoppierte in 38,3 Sekunden durch den Parcours im zweiten Umlauf. Sein Reiter war anschließend voll des Lobes für den Hengst: „Ich hätte heute wirklich nicht noch schneller reiten können, mein Pferd hat super mitgekämpft. Ich bin ja quasi mit dem Messer zwischen den Zähnen geritten.“ Dank dem Sieg in Münster konnte Ahlmann übrigens nicht nur seine Führung im DKB-Riders Tour-Ranking ausbauen, sondern auch in einem neuen BMW-Cabrio mit 300 PS nach Hause fahren.

Das Nachsehen hatte Marcus Ehning, der heute im Sattel des 13-jährigen Funky Fred saß. 38,8 Sekunden bedeuteten Platz zwei, was für den zum WM-Springteam gehörenden Ehning aber kein Grund zum Trübsal blasen war. “Christian hat mich auch in der Vergangenheit schon häufiger abgefegt, damit muss ich manchmal leben”, versicherte er anschließend augenzwinkernd. Besonders hob er die Leistung seines Pferdes hervor: “Funky Fred steht ja immer ein wenig im Schatten von Comme il Faut und Pret-a-Tout. Er ist unser eigener, ich habe die Mama und auch den Papa schon geritten und Funky ist ein Pferd von unglaublich gutem Charakter, wenn man ihn braucht so wie heute – ist er da.“

Dritter Platz auf geborgtem Pferd

An dritter Stelle rangierte Philipp Weishaupt mit Asathir, der nach 39,85 Sekunden nach Hause kam. Normalerweise ist die elfjährige Diamant de Semilly-Tochter unter ihrem Besitzer Kamal Abdullah Bahamdan im Parcours unterwegs. Allerdings reitet Weishaupt sie momentan “vertretungsweise”- und das offensichtlich mit Erfolg. Platz vier ging an Lars Nieberg mit Foster (0/41,53), vor Marc Houtzager und Baccarat (0/42,66). Die fünfte von sechs Etappen der DKB-Riders Tour findet dann Anfang September in Paderborn statt.

Das Finale der Mittleren Tour konnte sich Julia Houtzager-Kayser auf der Stute Elke Maria sichern. In 35,63 Sekunden absolvierte die Amazone aus Österreich den Stechparcours, der heute für einige Lacher beim Publikum sorgte. Beim Aufbau vergaß man bei einem Steilsprung die oberste Stange aufzulegen. Da der Fehler aber erst auffiel, als der erste Reiter das nur 1,10 Meter hohen Hinderniss bereits überwunden hatte, ließ man den Sprung so stehen. Siegerin Julia Houtzager-Kayser lachte anschließend über den „kleinen Sprung zum Erholen“. Zweiter wurde der Schweizer Werner Muff mit Cosby (0/36,23), das Podium komplettierte Marco Kutscher mit dem neunjährigen Charco (0/36,37).

Aller Ergebnisse vom Turnier der Sieger 2018 finden Sie hier.

 

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