Nationenpreis Sopot: Sieg für Belgien, Enttäuschung für Deutschland

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Die belgischen Springreiter haben nicht nur in Cascais abgeräumt. Auch die Equipe, die mit Peter Weinberg zum Nationenpreisturnier nach Sopot gereist war, konnte überzeugen. Anders als das deutsche Quartett.

Mit 13 Strafpunkten setzten die Belgier sich vor Frankreich (16) und die USA (21). Für Belgien ritten Olivier Philippaerts – dessen Zwillingsbruder Nicola gestern in Cascais siegreich war – auf dem zehnjährigen Ogano Sitte-Sohn Ikker (0/8), Pieter Devos mit Claire Z v. Clearway (4/0), Jerome Guery auf Garfield de Tiji des Templiers v. Quasimodo Z (0/4) und Niels Bruynseels auf Cas de Liberté v. Cracky Z. Letzterer hatte einen Strafpunkt in Runde eins und musste im zweiten Umlauf nicht mehr starten.

Deutschland auf Rang acht

Irgendwie ist gerade der Wurm drin bei den deutschen Springreitern. In Sopot kassierten sie in Summe 32 Strafpunkte, was Rang acht von acht Mannschaften bedeutete. Drei Paare des Teams hatten im ersten Umlauf vier und im zweiten acht Fehler: Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Goja, Denis Nielsen und Cashmoaker und Maurice Tebbel mit Don Diarado. Auch der vierte Reiter, Hans-Dieter Dreher, kam auf seiner zehnjährigen Berlin-Tochter Berlinda mit acht Strafpunkten aus Runde zwei, hatte im ersten Umlauf aber noch den einzigen Null-Fehler-Ritt geliefert.

„Wir brauchen nichts schön zu reden, der heutige Nationenpreis war eine riesige Enttäuschung“, sagte Bundestrainer Otto Becker im Interview mit der FN und fuhr fort: „Unsere Leistung reicht zurzeit nicht aus, um in der ersten Division mithalten zu können.“ Jetzt müsse ein Ruck durch die Aktiven gehen.

In St.GEORG 7/2018 (ab 27. Juni im Handel) lesen Sie ein ausführliches Interview mit Bundestrainer Otto Becker, der sowohl die Sache mit der Athletenvereinbarung erklärt und beleuchtet, als auch über die aktuelle Situation des deutschen Springsports spricht.

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