Nationenpreisfinale Barcelona – Bundestrainer Becker: „Wir wollen gewinnen“

Daniel Deußer und Caonret d’amour springen schon auf der Webseite über die Straßen Barcelonas beim Nationenpreisfinale Springreiten 20142014

(© www.csiobarcelona.com)

Die besten Springreiter der Welt satteln ihre Pferde noch einmal zum Abschluss der grünen Saison. Auf dem Gelände des Poloclubs von Barcelona geht es um das Finale der Nationenpreisserie und damit um Ruhm, Ehre und Geld. 2,3 Millionen Euro beträgt der Etat an diesem Wochenende in Barcelona.

500.000 Euro winken allein dem siegenden Team, 1,5 Millionen Euro sind für die entscheidende zweite Runde des Nationenpreises am Samstagabend ab 21 Uhr ausgeschrieben. Den Gewinnern winken damit 470.300 Euro (also 117.575 Euro pro Reiter) mehr als es für den Weltmeistertitel in der Mannschaft gab. So etwas motiviert und Bundestrainer Otto Becker nominierte die WM-Equipe, die bei den Weltreiterspielen in Caen Platz vier erzielt und 2.450 Euro pro Kopf gewonnen hatte. Für Deutschland sollen voraussichtlich starten Ludger Beerbaum/Chiara, Christian Ahlmann/Codex One, Marcus Ehning, der nicht seinen WM-Schimmel Cornado sondern den bewährten und unlängst in Wien siegreichen Plot Blue reiten wird sowie Daniel Deußer/Cornet d’Amour und WM-Reservist Marco Kutscher/Liberty Son.
16 Teams gehen an den Start. Wir sind gut vorbereitet und wollen uns in Barcelona weit vorne behaupten, am besten natürlich gewinnen, gibt Bundestrainer Otto Becker die Devise vor Die Deutschen haben eine Scharte auszuwetzen. Weniger das medaillenlose Abschneiden in der Nomandie als vielmehr den Trubel um die verpasste Starterlaubnis einer deutschen Equipe im vergangenen Jahr. 2013 hatte die deutsche Mannschaft auf einen Start beim Nationenpreis in St. Gallen verzichtet, da sie die katastrophalen Bodenverhältnisse nach einem Unwetter ihren Pferden ersparen wollten. Daraufhin hatten die deutschen Springreiter nicht mehr die Chance, ausreichend viele Punkte für die Finalteilnahme zu erlangen.
In den Vorjahren, 2011 und 2012 hatten Deutschland die Nationenpreisserie des Weltreiterverbandes FEI jeweils als bestes Team abgeschlossen. Damals gab es aber nur den Sonnenschein in Barcelona und nicht die finanzielle Dusche, die das Sponsoring des arabischen Fonds Furussiya seit 2013 möglich gemacht hat.
Infos: www.csiobarcelona.com

Übrigens: Daniel Deußer und Cornet D’Amour sind fit – davon konnten wir uns gestern im belgischen Wolvertem überzeugen, wo wir für eine Reportage in der kommenden Ausgabe des St.GEORG über Deußer, die Stephex Stables und natürlich seine Top-Pferde und seine Trainingsideen waren! Die Ausgabe erscheint am 22. Oktober!