Nenngeld-Diskussion: Auch Ludger Beerbaum und die FN melden sich zu Wort

Ludger Beerbaum und Casello

Ludger Beerbaum und Casello bei den Olympischen Spielen in Rio. (© Pauline von Hardenberg)

Der Weltreiterverband FEI plant derzeit, die Nenngelder für internationale Springturniere in Europa dem amerikanischen System anzupassen. Die Springreiter befürchten, das werde letztlich das Aus des Sports bedeuten.

Nachdem Steve Guerdat sich bereits in aller Deutlichkeit zu der Angelegenheit geäußert hat, meldet sich nun mit Ludger Beerbaum ein weiterer Olympiasieger zu Wort: „Wir können uns überhaupt nicht vorstellen, dass die Start- und Nenngelder unter Umständen bis auf 1000 Euro pro Pferd angehoben werden. Dann müssten wir eigentlich den Stall schließen.“

Lauterbach: „Unmöglich, junge Reiter und Pferde an den Spitzensport heranzuführen“

Der Widerstand hat übrigens auch einen eigenen Hashtag. Da die FEI-Pläne euphemistisch als „Harmonisierung“ bezeichnet werden, firmiert der Online-Widerstand unter #NoToHarmonizing. Hinter der sogenannten Harmonisierung steckt das Vorhaben, die Nenngelder an das Preisgeld anzupassen. Dazu FN-Generalsekretär: „Die Angleichung der Systeme würde bedeuten, dass sich das Springreiten zu einem Elite-Sport entwickelt. Folglich würde auch das Interesse von Zuschauern und Medien abnehmen. Die Pläne haben lediglich Vorteile für Turnierveranstalter, die ihre Turniere finanzieren müssen, nicht aber für Reiter und Pferdebesitzer“, sagt FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. „Eine Angleichung würde es fast unmöglich machen, junge Reiter und Pferde an den Spitzensport heranzuführen. Und das hieße auch, dass die Lücke zwischen Basis- und Spitzensport noch weiter auseinanderklaffen würde.“

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