Neues Jahrzehnt, neue Nummer eins der Welt: Martin Fuchs

Martin Fuchs Olympia 2019

Martin Fuchs bei seinem letzten großen Sieg, der Weltcup-Etappe in London mit The Sinner. (© FEI/Liz Gregg)

Seit August war Martin Fuchs seinem Freund und Landsmann Steve Guerdat auf den Fersen auf der Weltrangliste der Springreiter. Nun hat er ihn überholt.

Dem Schweizer Europameister Martin Fuchs gelingt derzeit alles, nicht nur mit seinem Championatspferd Clooney, sondern wie er jüngst beim Weltcup-Springen in London demonstrierte, zum Beispiel auch mit dem noch relativ neuen The Sinner. Zuvor hatten er und Clooney schon den Rolex Grand Prix von Genf gewonnen, nachdem sie im Frühjahr Zweite beim Weltcup-Finale gewesen waren (damals noch hinter Guerdat) und in Rotterdam ihren ersten Einzeltitel holten. Was für ein Jahr! Und trotz Goldmedaille sagt der gerade mal 27-jährige Fuchs nun da er offiziell die Nummer eins der Springreiterwelt ist:

„Es ist fantastisch, wirklich großartig. Ich muss sagen, das ist mein bisher größter Erfolg, weil die Nummer eins nicht nur ein Turnier oder ein Ereignis widerspiegelt. Es ist eine Kombination aus allem.“ Es sei wirklich schön, nach einem so erfolgreichen Jahr 2019 als Weltranglisten-Erster das Jahr 2020 zu beginnen. „Ich bin so stolz und vom Glück gesegnet, dass ich schon so jung so große Erfolge habe und ich freue mich auf ein großartiges Jahr vor mir.“

Sein Erfolgspartner Clooney ist übrigens auch das Pferd, mit dem Fuchs 2015 sein Championatsdebüt bei den Senioren bei den Europameisterschaften in Aachen gab, wo die beiden mit zum Bronze-Team gehörten, das der Schweiz einen Olympiastartplatz für Rio sicherte. Hier wurden sie Neunte in der Einzel- und Sechste in der Mannschaftswertung. Bei den nächsten Europameisterschaften in Göteborg wurde es erneut Team-Bronze. Die erste Einzelmedaille gab es 2018 bei den Weltreiterspielen in Tryon: Silber hinter Simone Blum und vor Steve Guerdat. 2019 dann der große Triumph bei der EM in Rotterdam. Und nun auch noch ganz offiziell der erfolgreichste Springreiter der Welt.

Die weiteren Plätze

Steve Guerdat ist nun Zweiter der Weltrangliste. Daniel Deußer – übrigens laut Hippomundo.com mit einem Preisgeld von 2.670.572 Millionen Euro der Spitzenverdiener unter den Springreitern – konnte seinen dritten Rang verteidigen.

Dasselbe gelang auch Ben Maher auf Rang vier. Dahinter gab es einen Plätzetausch zwischen Schwedens Peder Fredricson und dem Belgier Pieter Devos. Fredricson ist nun Fünfter, Devos Sechster.

Auf Rang sieben hielt sich Beezie Madden (USA), die damit die Quotenfrau unter den Top Ten ist. Darragh Kenny konnte seinen achten Platz ebenfalls verteidigen. Zwei Plätze aufwärts ging es hingegen für den US-Reiter Kent Farrington (den wir im aktuellen St.GEORG näher vorstellen), von Rang elf auf neun.

Schlusslicht der Top Ten ist wie im Vormonat mit Henrik von Eckermann ein weiterer Schwede.

Weitere Deutsche unter den Top 50

11. (vorher 9.) Christian Ahlmann

22. (18.) Marcus Ehning

26. (23.) Simone Blum

43. (49. ) Philipp Weishaupt

Die vollständige Liste finden Sie hier.

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