#notoharmonization: Statement der FEI

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In den letzten Wochen schlugen die Pläne des Weltreiterverbandes FEI zur geplanten Harmonisierung der Nenngelder im Springsport hohe Wellen. Jetzt gibt FEI-Präsident Ingmar de Vos ein Statement dazu ab.

Nach dem sich zahlreiche Springreiter kritisch gegenüber der geplanten Harmonisierung geäußert haben, meldet sich jetzt Ingmar de Vos, FEI-Präsident, zu Wort:

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Ingmar De Vos (© fei photo)

„Lassen Sie mich von Anfang an dazu sagen, dass die Harmonisierung nicht die Idee der FEI war. Das ist ein Vorschlag der Alliance of Jumping Organisers (AJO) nachdem die FEI die nationalen Verbände und Interessengruppen dazu aufgefordert hat, sich mit den Anforderungen auf CSI und CSIO-Niveau auseinanderzusetzen. Die FEI hat hierzu noch keine Stellung genommen. Wir sind eine demokratische Organisation und müssen uns allen Vorschlägen der nationalen Verbände und Interessengruppen annehmen und diese dann zur Diskussion beim FEI Sports Forum stellen. Zusammen mit anderen Ideen wird der Vorschlag der AJO ein Teil der Debatte beim FEI Sports Forum im nächsten Monat sein. Es wird dabei nicht ausschließlich um Nenngelder gehen, sondern auch um weitere CSI/CSIO- Anforderungen.

Ich hoffe, dass es eine offene und faire Diskussion darum geben wird. Wir müssen bedenken, dass es unsere Pflicht ist, den Sport demokratisch und offen für alle zu halten.

Im Anschluss an das Sports Forum wird sich das Jumping Comittee den Vorschlägen annehmen und sie prüfen. Ich gehe davon aus, dass nur jene Vorschläge berücksichtigt werden, die auf einen breiten Konsens treffen. Es ist toll zu sehen, wie viel Feedback auf den Vorschlag zu den einheitlichen Nenngeldern kommt und es zeigt, dass das Sports Forum eine entscheidende Plattform für die Diskussion ist.

Wer nicht in Lausanne (SUI) am 10. und 11. April an dem Forum teilnehmen kann, kann sich über den FEI Livestream sowie einer freigeschalteten Kommentarfunktion zur Diskussion einbringen.“

Bedenken der Profis

Unter dem Hashtag #notoharmonization machten zahlreiche Springreiter in den letzten Wochen ihrem Unmut Luft. Olympiasieger Steve Guerdat z.B. meinte, sich zum ersten Mal für seinen Sport zu schämen. Auch Ludger Beerbaum und weitere namhafte Profis schlossen sich dem an. Grund des Ärgers: Der Weltreiterverband FEI plant eine Harmonisierung der Nenngelder im Springsport. Das europäische Modell soll dem amerikanischen angepasst werden. Dies würde konkret bedeuten, dass der Sport sehr viel teurer werden würde und ihn sich nur noch wenige leisten könnten. Für den Nachwuchs, der keinen superreichen Hintergrund hat, würde der Sprung in den internationalen Spitzensport nahezu unmöglich gemacht werden, so die Befürchtungen.

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