Ocala: Ägyptisch-westfälischer Sieg im Great American Million Grand Prix

Nayel Nassar aus Ägypten ist ja besonders in den Vereinigten Staaten immer gut für einen lukrativen Sieg – so auch am vergangenen Wochenende.

Diesmal hatte Nayel Nassar allerdings nicht sein Erfolgspferd Lordan gesattelt, sondern den 13-jährigen Westfalen Lucifer V v. Lord Pezi-Grandeur. Der Wallach aus der Zucht von Karl Vohage machte seinen Vorfahren alle Ehre, als er Nassar zum Sieg im mit einer Million US-Dollar dotierten Great American Million Grand Prix trug. Der Sieger erhielt 350.000 Dollar, umgerechnet ca. 310.000 Euro.

„Es bedeutet schon viel, überhaupt die Möglichkeiten zu haben, in diesen Springen zu starten“, sagte Nassar nach seinem Sieg. „Ich reite diese Prüfungen seit 2013 und es ist für uns Reiter einfach ein großes Privileg und eine große Chance, um so viel Geld vor dieser Art von Kulisse zu reiten. Ich habe jetzt alle drei HITS Eine-Million-Dollar-Springen gewonnen. Da kann ich wahrscheinlich mal eine Pause machen.“

Lucifer V geht seit rund einem Jahr unter Nayel Nassar. Bis 2014 gehörte er noch Jennifer Gates, wurde bis dato aber international immer von Jack Towell geritten, der mit ihm unter anderem Weltcup-Springen gewonnen hat. Auch mit Nasser konnte der Wallach schon einige Erfolge feiern. In Deutschland ging er seine ersten Springpferdeprüfungen mit Uwe Hollenbeck im Sattel. Danach übernahm Maira Große-Albers bis 2013 den Beritt. Seither ging Lucifer V unter US-Flagge bis Nayel Nassar ihn in den Stall bekam.

Zu Lucifer V sagte Nassar: „Ich glaube, am Anfang hat er ein wenig versucht, mich auszutesten. Aber als wir das erst einmal hinter uns gelassen hatten, kamen die Erfolge Schlag auf Schlag. Wir waren immer ein wenig auf der Suche nach Konstanz. Nun haben wir die anscheinend gefunden. Er ist ein super kämpferisches Pferd und ich bin wirklich froh, ihn zu haben.“

Gestern ließ das Paar den Iren Paul O’Shea auf Imerald van’t Voohof hinter sich, einem elfjährigen Belgier, der in den USA Werbung macht für die Vererberqualitäten seines Ausnahme-Vaters Emerald.

Dritter wurde mit Darragh Kenny ein weiterer Reiter von der Grünen Insel, der gestern Important de Muze gesattelt hatte, auch dies ein belgisches Pferd, abstammend v. Erco van’t Roosakker-Nabab de Reve.

Deutsche Platzierungen

Auch deutsche Reiter waren in Ocala am Start. Am besten schnitt von ihnen Mathis Schwentker ab, der im vergangenen Jahr in die USA emigriert war, wo er nun im Stall von Christian Heineking reitet, der ja auch vor einigen Jahren schon seiner Deutschen Heimat den Rücken gekehrt hatte. Schwentker stellte den neunjährigen Dänen Carrido vor, einen Carrico-Escudo II-Sohn, der nur wenig internationale Erfahrung hat. Aber die paar Mal, die Schwentker ihn bislang geritten hat, waren sie fast jedesmal gut platziert. Gestern wurde es Rang acht.

Der zehnte Platz war dank André Thieme auf Aretino ebenfalls schwarz-rot-gold besetzt.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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