Ocala: Markus Beerbaum Fünfter im 100.000 Dollar-Weltcup Springen

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Kristen Vanderveen und Bull Run's Faustino de Tili springen zum Weltcup-Finale in Paris 2018. (© FEI)

Ein zufriedenstellender Sonntag liegt hinter den Gästen aus Europa beim Live Oak International Turnierwochende in Ocala, Florida. Wenngleich die ersten Plätze für die Gastgeber reserviert waren.

Der Sieg im höchstdotierten Springen des Wochenendes ging an Kristen Vanderveen im Sattel des 13-jährigen Belgiers Bull Run’s Faustino de Tili (v. Berlin).

Der Name Kristen Vanderveen ist in Europa wenig geläufig. Die noch nicht ganz 29-Jährige reitet hauptsächlich in den Vereinigten Staaten, wo sie den Turnierstall Bull Run leitet. Nach Europa kommt sie eher zum Pferde kaufen. Dabei hat sie ein so gutes Händchen, dass sie aktuell die Nummer 51 der Weltrangliste ist.

Dementsprechend war es keine Überraschung, dass Kristen Vanverveen und Bull Run’s Faustino de Tili den Rest des Feldes heute meilenweit hinter sich ließen. Der Erfolg war dennoch ein Besonderer: Mit ihrem Sieg hat Kristen Vanderveen sich die Teilnahme an ihrem ersten Weltcup-Finale gesichert. Sie wird dabei sein, wenn im April der inoffizielle Hallenweltmeister gekürt wird.

Dünn besetztes Stechen

Heute hatten es nur drei Paare ins Stechen des CSI3*-W geschafft. Neben Vanderveen waren das noch ihre Landsfrau Brianne Goutal-Marteau auf der Oldenburger Couleur-Rubin-Tochter Viva Colombia und Beat Mändli, der als Schweizer auf dem belgischen Indoctro-Sohn Galan die europäische Fahne hochhielt im Stechen.

Kristen Vanderveen blieb ein zweites Mal ohne Abwurf und benötigte 45,93 Sekunden für den Stechparcours. Brianne Goutal-Marteau, die bereits zweimal die US-Farben bei Weltcup-Finals vertreten hat, in New York zuhause, mit einem Juwelier verheiratet und Mutter einer gut einjährigen Tochter ist, steuerte ihre Stute ebenfalls ohne Hindernisfehler durchs Stechen. Aber mit 52,99 Sekunden war sie deutlich langsamer.

Doch Beat Mändli erreichte weder die Zeit der beiden Amazonen mit seinem Galan, noch blieb er fehlerfrei. Zwei Abwürfe schlugen zu Buche als der zwölfjährige Wallach nach 56,59 Sekunden das Ziel erreichte.

Schnelle Vier-Fehler-Runden

Vierte wurde eine der bekanntesten US-Amazonen überhaupt: Lauren Hough auf der nun 14-jährigen schwedischen Orlando-Tochter Ohlala. Mit 76,99 Sekunden lieferte das Duo die mit Abstand schnellste Vier-Fehler-Runde im Normalparcours.

Ihnen auf den Fersen war Riders Tour-Sieger Markus Beerbaum mit seinem aktuellen Spitzenpferd Charmed. Die zehnjährige Hannoveraner Chacco Blue-Tochter erreichte das Ziel nach 77,66 Sekunden und bescherte ihrem Reiter damit Rang fünf.

Alle Ergebnisse aus Ocala finden Sie hier.