Olympia-Aus für Daniel Meech und Scott Brash

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Scott Brash und Jefferson belegten im Einzelfinale gemeinsam mit dem Iren Cian O'Connor den siebten Platz mit der gleichen Zeit und einem Strafpunkt für Zeitüberschreitung. (© www.hippofoto.be)

Noch vor der Verfassungsprüfung war klar: Im Nationenpreis sehen wir einen wahnsinnig starken Briten nicht. Aber der Neuseeländer, der gestern nach der Einzelentscheidung disqualifiziert wurde, kann morgen theoretisch wieder reiten.

Der Brite Scott Brash verzichtete noch vor der gerade stattfindenden Verfassungsprüfung. Der Neuseeländer Daniel Meech und Cinca sind hingegen gestern nach der Einzelentscheidung vom Wettbewerb ausgeschlossen worden. Bei der Schimmelstute wurde bei der obligatorischen Untersuchung nach Verlassen des Parcours an der linken Rumpfseite Blut gefunden. In solch einem Fall greift Artikel 241.30 des Reglements der Weltreiterverbandes (FEI), der für solch eine Situation den Ausschluss vorsieht. In diesem Bereich muss davon ausgegangen werden, dass das Blut in Zusammenhang mit der Einwirkung des Reiters steht.

Zwar hat der neuseeländische vor Ort sofort Protest eingelegt, der wurde aber von der Ground Jury als Entscheidungsinstanz abgelehnt. In der Begründung wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass diese Entscheidung nicht beinhaltet, dass dem Reiter Absicht unterstellt wird, es ginge lediglich darum die Regeln zum Schutz von Pferden im Wettkampf einzuhalten. Für das Mannschaftsspringen ist das Paar aber nun doch nach der zweiten Verfassung wieder zugelassen.

Bitter für Briten: Brash raus

Für die britische Equipe gibt es einen prominenten Ausfall zu vermelden. „Tief enttäuscht“ meldete Scott Brash über seine Kanäle in den Sozialen Medien, dass für ihn die Unternehmung Olympia frühzeitig zu Ende sei. Nach dem gestrigen Finale, in dem Brash mit lediglich einem Zeitfehler als Siebter denkbar knapp am Stechen vorbeigeschrammt war, habe sich heute morgen eine unnormale Schwellung „an einem der Vorderbeine“ gezeigt. Ein Ultraschall habe eine leichte Gewebeveränderung gezeigt. Nach Rücksprache mit zwei Top-Tierärzten habe man die Entscheidung fällen müssen, Jefferson nicht mehr an den Start zu bringen. Für seine Teamkollegen hat er aufmunternde Worte, „ihr schafft das, bringt eine Medaille nach Hause.“


Hinweis: Wir hatten in einer ersten Version dieses Artikels geschrieben, dass der Neuseeländer nach seiner Disqualifikation nicht mehr im Nationenpreis starten dürfe. Da diese Prüfung aber keine Qualifikationsprüfung war, sondern die Mannschaftswertung wieder für alle bei null beginnt, kann Meech nachdem er heute in der Verfassungsprüfung „accepted“ wurde, morgen starten.

Wir haben den Artikel entsprechend angepasst.