Olympia-Mannschaft: deutsche Springpferde durch Verfassung, Kukuk reitet nicht

Jumping Training – Olympic Games Tokyo 2020

Maurice Tebbel und Don Diarado beim Training in Tokio 2021 bei den Olympischen Spielen. (© hippofoto.be)

Die Mannschaft für die Teamentscheidung im Springreiten bei den Olympischen Spielen 2021 steht: Daniel Deußer, Maurice Tebbel und André Thieme reiten für Deutschland.

Die vier Springpferde der deutschen Mannschaft, Daniel Deußers Killer Queen, André Thiemes Chakaria, Christian Kukuks Mumbai sowie der bislang noch nicht eingesetzte Don Diarado von Maurice Tebbel sind problemlos durch die zweite Verfassungsprüfung gekommen.

Eine gute Stunde nach Abschluss des Vetchecks wurde die deutsche Mannschaft benannt, die morgen das Unternehmen Olympiamedaille in Angriff nehmen soll. Es sind André Thieme, Maurice Tebbel und Daniel Deußer. Damit muss Christian Kukuk von der Tribüne aus die Daumen drücken für seine Teamkameraden. „Nach Abschätzung aller Eindrücke im Vorfeld und auch hier vor Ort haben wir uns für diese drei Reiter und Pferde entschieden“, sagte Bundestrainer Otto Becker im Anschluss an die Nominierung.

Guter Startplatz für deutsche Mannschaft

Deutschland ist in der zweiten Gruppe der 19 Nationen, die eine Mannschaft an den Start bringen in der Teamentscheidung Springreiten bei den Olympischen Spielen in Tokio. Die Deutschen haben Startplatz 18 gezogen. So werden dann also André Thieme, Maurice Tebbel und Daniel Deußer als vorletzte in die Arena gebeten. Zunächst reiten alle ersten Mannschaftsreiter, dann die zweiten, dann die dritten. Deußer, gestern 18. in der Einzelentscheidung, geht als Vorletzter der ingesamt 57 Teilnehmer am Mannschaftsentscheid ins Springstadion.

Zwei Pferde nicht gezeigt

As de Mai, das Pferd des Japaners Mike Kawai und Jefferson von Scott Brash wurden nicht gezeigt. Der Brite Brash hatte schon am Vormittag auf seinen Social Media Kanälen bekanntgegeben, dass sein Jefferson heute morgen eine Schwellung an einem der Vorderbeine hatte. Nach einer Untersuchung mit Ultraschall stand fest, dass der Wallach, der in den vergangene acht Wochen noch in Stockholm und Valkenswaard siegreich war, nicht dem britischen Team zur Verfügung steht. Das besteht nun aus Olympiasieger Ben Maher mit Explosion, Harry Charles und Romeo, der gestern aufgeben musste und Holly Smith mit Denver.

  1. Helmold Baron von Plessen

    Interessant, dass der Bundestrainer ausser Deusser u. Tebbel, wovon Tebbel ja von vornherein gesetzt war, fuer Thieme/Chakaria und nicht fuer Kukuk/Mumbai als drittes Paar im Nationenpreis entschieden hat. Nach der Form im Quali-Springen zur Einzelwertung hatte der eine ja seinen Fehler in erster Linie der Notwendigkeit zu verdanken, dass Mumbai sich „erleichtern“ musste, waehrend beim anderen doch wohl die reiterlichen Nerven ein klein wenig durcheinander waren. Sei’s drum : Mumbai, dieser bilderbuchmaessig springende Hengst und sein junger Reiter, der so zu Pferd sitzt, wie es viele gerne koennten, wird, genau so wie Julia Krajewski die Gewinnerin nicht nur der olympischen Goldmedaille i.d. Vielseitigkeit, sondern auch die Reiterin der Herzen, noch oft ganz vorne bez. oben a.d, Treppchen stehen. Sein Landsmann Thieme, bei dem sich ein moeglicher Einsatz bei Olympia wohl schon eher am Abendhimmel abzeichnet, hat hier noch einmal die wunderbare Chance, zu beweisen, dass er und Chakaria die Nerven behalten werden, was ich ihm von Herzen goenne. Ausserdem freut mich natuerlich ganz besonders, dass es sich bei ihm um einen Mecklenburger von echtem Schrot und Korn handelt. Vielleicht verhilft er ja Mecklenburg nach Hanko Langen 1928 zu seinem zweiten Olympiasieger.

    Nach der Form im Einzelspringen sollten die Schweden, denen man es auch besonders goennt, ganz vorne mitmischen. Aber vielleicht haben gerade die Equipen, mit Pferden, deren Klasse unbestritten ist, die sich nicht fuers Einzelspringen qualifizieren konnten und wenn ja, in diesem keinen nochmals kraeftezehrenden Stechparcours absolvieren mussten , konditionell einen gewissen Vorteil. Geschwaecht sind natuerlich die Briten, durch den Ausfall von Scott Brash, aber wie sagt man so schoen i.d. Jaegersprache : Fuchs kann immer kommen. und einen hat GB dabei, der wird am Freitag u. Samstag besimmt wieder ueber den „EFFORTS“ im positiven Sinne explodieren. Nie unterschaetzen darf man die Schweizer. Die Belgier werden selbstverstaendlich alles dran setzten ihre Einzelmedaille noch zu vergolden. USA und vielleicht sogar die Gastgeber ???? Es wird jedenfalls riesig spannend. Tribuenesport treiben, ist zwar immer das Einfachste, aber Spass machts trotzdem. Also Allen ein kraeftiges „Hals u. Bein“


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