Opglabbeek: Christopher Kläsener Vierter im Großen Preis mit dem Pferd vom Chef

Marco Kutscher und Chaccorina

Chaccorina unter Marco Kutscher (© von Hardenberg)

Die besonders erfolgreichen Paare im Großen Preis des CSI3* in Opglabbeek, Belgien, waren welche, die sich noch gar nicht so lange kennen, darunter auch ein deutsches.

Der Sieg im Großen Preis ging an den Iren Darragh Kenny im Sattel des zehnjährigen Hannoveraners Carlson v. Contendro-Stolzenberg. Der Wallach aus der Zucht von Dr. Christian Stampehl und im Besitz des Carlson 93 Syndikats war zuletzt von dem in Deutschland beheimateten Kanadier Brian Walker erfolgreich vorgestellt worden mit Siegen und Platzierungen bis 1,60 Meter. Vor Walker hatte der Däne Søren Pedersen Carlson bei seinen ersten internationalen Auftritten geritten. Seit wenigen Wochen steht der Wallach nun bei Darragh Kenny. Obglabbeek war das zweite Turnier des Paares. Mit fast einer Sekunde Vorsprung vor dem Rest der insgesamt fünf Pferde, die im Stechen ein zweites Mal fehlerfrei blieben, war ihnen der Sieg nicht zu nehmen.

Zweiter wurde ein Landsmann von Kenny: Denis Lynch auf dem erst achtjährigen Holsteiner Dito v. Diarado-Canturo, der dem Australier Chris Chugg gehört, bekanntlich selbst ein erfolgreicher Springreiter. Chugg hat den Braunen bis vor kurzem auch noch selbst geritten. Im Sommer hatte er ihn nach Europa gebracht, war hier zwei Turniere geritten und hatte dann die Zügel an Lynch übergeben. Für den war es das dritte Turnier mit Dinken und der zweite Platz (0/37,91) der bislang größte Erfolg.

Dritte wurde nach einer 38,66 Sekunden-Runde im Stechen die Niederländerin Kim Emmen im Sattel von Delvaux, einem KWPN-Hengst v. Chacco Blue aus einer Lancer II-Mutter.

Chaccorina nun unter Christopher Kläsener

Chacco Blue war auch der Vater des Pferdes auf Rang vier, der Westfalen-Stute Chaccorina unter Christopher Kläsener. Die von Georg Dietkotte gezogene Braune ist nun zwölf Jahre alt und alles andere als eine Unbekannte im Sport. Mit Christopher Kläseners Chef Marco Kutscher war sie 2016 beim Weltcup-Finale in Göteborg am Start gewesen und viel dort durch ihr tolles Springen auf. Die beiden hatten mehrere gute Ergebnisse, aber der ganz große Durchbruch war ihnen nicht vergönnt gewesen. Für Christopher Kläsener war es nun das vierte Turnier mit Chaccorina. In Riesenbeck hatten sie sich Anfang Oktober schon einmal auf Rang vier über 1,45 Meter plazieren können. Das jetzt ist der bislang größte Erfolg für den Sieger im Großen Preis von Neumünster 2018.

Die weiteren deutschen Starter in Opglabbeek hatten mit der Entscheidung um den Großen Preis nichts zu tun. Justine Tebbel und Hello Guv’nor kamen mit acht Fehler aus dem Parcours. Bei der Mannschafts-Dritten der Weltreiterspiele 2018, Laura Klaphake, sammelten sich auf der Cracker Jack-Tochter Camalita neun Fehler an. Ebenso erging es Holger Wenz im Sattel des neunjährigen Conner v. Cornet Obolensky aus der Zucht und im Besitz von Ulrich Meyer zu Bexten und der Deutschen Meisterin der Amazonen 2018, Angelique Rüsen auf der Untouchable-Tochter Dolocia.

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