Otto Becker übt Kritik an Entscheidung des Holsteiner Verbandes in Bezug auf Million Dollar

Vor wenigen Tagen hatte der Holsteiner Verband bekannt gegeben, dass er einen seiner talentiertesten Junghengste, den Plot Blue-Sohn Million Dollar, zwecks sportlicher Förderung in die Niederlande abgegeben hat. Dazu hat Bundestrainer Otto Becker Stellung bezogen.

Million Dollar war bislang von Ebba Johansson aus Schweden geritten worden, die für die Ausbildung der Hengste des Holsteiner Verbandes verantwortlich ist. Unter ihr hat der siebenjährige in Belgien gezogene Plot Blue-Vigo D’Arsouilles-Sohn bereits Erfolge bis Klasse S verbuchen können. Auch bei den Züchtern war er hoch beliebt. Dennoch hat der Holsteiner Verband beschlossen, den Hengst in die Niederlande zu geben.

Dort wird er nun im Stall des ehemaligen Weltmeisters Jos Lansink von dessen Stallreiter Frank Schuttert geritten. Das Ziel ist der große Sport. Dafür habe der Hengst absolut das Potenzial, ist auch Bundestrainer Otto Becker überzeugt. So äußerte er sich am Rande der German Masters gegenüber dem Reiterjournal, der Verbandszeitung von Baden-Württemberg.

„Das ist ein richtig guter Nachwuchshengst, den hätten wir gut gebrauchen können“, sagte Becker wörtlich. Er habe sich sehr über die Entscheidung des Verbandes gewundert. Es sei enttäuschend, dass das Pferd ins Ausland gegeben wurde. „Wir haben auch in Deutschland viele gute Reiter, die auch eine Hengststation haben, um den Zuchteinsatz zu gewährleisten.“

Das hätte es wahrscheinlich noch nicht mal gebraucht. Der Holsteiner Verband hatte in seiner Mitteilung bekannt gegeben, dass für die Züchter TG-Samen von Million Dollar geben werde, aber nun erst einmal der Sport im Mittelpunkt stehe. Ansonsten solle er „eine Deckpause außerhalb Holsteins“ bekommen.

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  1. Jürgen Böge

    Ich hoffe in diesem Zusammenhang nur, dass man Rolf Göran Bengtson vorher in einem vernünftigen Gespräch erklärt hat, warum der Hengst nicht zu ihm kommt.


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