Pedro Veniss holt Stuttgarter Springen mit Siegerrunde nach Brasilien

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For Felicila, unter Pedro Veniss Siegerin des Samstagshighlights bei den German Masters 2017, kann ihren Vater For Pleasure nicht verleugnen! (© www.stuttgart-german-masters.de)

Pedro Veniss holte sich das wichtigste Springen des Samstags bei den Stuttgart German Masters 2017. Aber leicht war das nicht. Schließlich war da mit ihm einer in der Siegerrunde, der schnelle Runden aus einer ganz anderen Disziplin kennt.

Ganz reichte die Zeit nicht, um im Springen mit Siegerrunde in der Stuttgarter Schleyerhalle dem Brasilianer Pedro Veniss auf der zwöljährigen hannoverschen Stute For Felicila v. For Pleasure-Espri den Sieg (0/41,79) abzujagen, aber ganz offenbar wähnte sich der Michael „Michi“ Jung im Busch. So sehr gab er Gas mit der achtjährigen westfälischen Stute Solution v. Carthino Z. Die Wege gerieten bei der flotten Attacke ein wenig länger, deswegen schlug am Ende eine Zeit von 42,06 Sekunden zu Buche, ein Galoppsprung nur. Das Publikum feierte seinen schwäbischen Landsmann wie den Sieger.

Dritter wurde der Franzose Kevin Staut auf dem ebenfalls erst achtjährigen Diamant de Semilly-Sohn Vendome d’Anchat, der damit den lange in Führung liegenden Christian Ahlmann auf Colorit vom Podium auf Platz vier verdrängte (0/43,23).

Von den 47 Startern waren 13 ohne Fehler geblieben, nur zwölf kamen in die Siegerrunde, deren Starterzahl vorher festgelegt worden war. Den Beweis, dass kein Mensch ein Pferd zum Springen zwingen kann, wenn es nicht will, lieferte der zwölfjährige Cornet Obolensky-Sohn Cornet Kalua von Max Kühner. Gab er im Umlauf noch den Musterknaben, bewegte er sich in der Siegerrunde vor dem Start auf zwei Beinen durch die Bahn wie ein dressiertes Zirkuspferd. Kühner gelang es zwar, ihn bis zum zweiten Sprung zu bringen, aber dann drehte der Braune wieder ab, selbst einem letzten Gehorsamssprung lehnte er ab. Fazit: Wenn Pferde springen, dann freiwillig. Sonst täten sie es nicht.

Weitere Deutsche auf den Plätzen

Fünfter hinter Christian Ahlmann und Colorit wurde der Rider of the Year 2017, Markus Beerbaum (0/43,45). Wieder saß er im Sattel der neunjährigen Hannoveraner Chacco Blue-Tochter Charmed, die seiner Tochter Brianne gehört.

Auf Rang neun und zehn beendeten Philipp Weishaupt/Che Fantastica und Maurice Tebbel/Don Diarado das Springen. Beide Pferde sind erst acht Jahre alt und leisteten sich einen Abwurf in der Siegerrunde.

Weishaupts Oldenburger Check In-Tochter kam nach 44,11 Sekunden ins Ziel, der bei Tebbel im Deckeinsatz stehende Rheinländer v. Diarado nach 46,27 Sekunden. Don Diarado hatte Tebbel im Sommer beim CHIO Aachen zum Sieg in Deutschlands U25 Springpokal getragen.

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