Peelbergen: Tag der zweiten Plätze für die deutschen Springreiter zum Abschluss des CSI

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Siegerin gestern im Großen Preis von Peelbergen: Zascha Nygaard Andreasen und Carasina HD. (© facebook.com/depeelbergen)

Bereits gestern endete der CSI2* im niederländischen Peelbergen mit unter anderem dem Großen Preis über 1,45 Meter. Der Sieg ging nach Dänemark, aber irgendwie auch nach Deutschland.

Denn die Siegerin reitet, aber für Dänemark, lebt und trainiert aber in Deutschland und ritt mit der zehnjährigen Carrico-Tochter Carasina zudem ein deutsches Pferd: Zascha Nygaard Andreasen, Stallreiterin im Team Andreas Kreuzer in Damme. Sie hatte am Tag zuvor schon das wichtigste Springen für sich entschieden und setzte gestern im Großen Preis gegen 20 Konkurrenten durch, von denen genau die Hälfte doppelnull blieb. Aber selbst mit Abwurf wäre keiner an die 35,90 Sekunden von Nygaard Andreasen und der zehnjährigen Carrico-Tochter herangekommen, die von Kai Gerken gezogen worden war und dem Hofgut Dagobertshausen gehört.

Platz zwei sicherte sich Michael Jung auf der neunjährigen Eldorado van de Zeshoek-Tochter Edo Sandra mit einer 36,48 Sekunden-Runde. Dahinter landete ein Paar, das auch in Fünf-Sterne-Grand Prix unterwegs ist: Leopold van Asten auf der Oldenburger Chacco-Blue Tochter Miss Untouchable. Die beiden waren exakt eine zehntel Sekunde langsamer als Jung und Edo Sandra.

Dahinter sprangen René Dittmer und der KWPN-Wallach Farrero v. Boss auf den vierten Platz. Ebenfalls noch im Geld waren Philip Rüping mit dem Holsteiner Hengst Casallco v. Casall auf Platz 15 (4/40,86), Daniela Theelen im Sattel des Sprehe-Hengstes Bankimoon v. Burberry (4/41,47) sowie Jesse Luther im Sattel des KWPN-Wallachs Kruimel, ein Sohn des Namelus R (8/38,75).

Im Stechen, aber nicht mehr platziert waren hingegen Harm Lahde und Katrin Eckermann. Lahde saß auf seiner achtjährigen Zukunftshoffnung Commander Bond v. Comme il faut, der nun seinem neuen Arbeitgeber gehört, dem Elmgestüt Drei Eichen. Dort haben wir ihn und seine Freundin Finja Bormann übrigens für die Dezember-Ausgabe des St.GEORG besucht, die am 17. November im Handel erhältlich ist. Sowohl die beiden als auch Katrin Eckermann auf der ebenfalls erst achtjährigen Tiamo Z ließen es im Stechen ruhig angehen und kassierten zusätzlich Zeitfehler (9 bzw. 10 Strafpunkte).

Weitere Ergebnisse

Sieger des anderen Springens der großen Tour war Leopold van Asten auf dem neunjährigen Numero Uno-Sohn Hutch. Auch hier entschied ein Stechen über Sieg und Platz, und van Asten war in 30,37 Sekunden der Schnellste Nuller.

An zweiter Stelle dann wieder ein deutsches Paar: Katrin Eckermann auf dem Hannoveraner Hengst Christian’s Chacco v. Chacco-Blue, ehemaliger Bundeschampion. Die beiden kamen nach 30,46 Sekunden ins Ziel. Noch enger war der Abstand zum Reiter auf Rang drei, dem Niederländer Raf Kooremans, eigentlich eher im Vielseitigkeitssattel zuhause, mit der achtjährigen Nini van HD v. I’m Special de Muze: 30,53 Sekunden.

Ebenfalls unter den Platzierten war Marcus Ehning mit einem neuen Pferd, der achtjährigen Holsteiner Stute Flower Girl. Sie ist eine Tochter, des vor ziemlich genau zehn Jahren so tragisch verstorbenen Hickstead aus einer Catoki-Cor de la Bryère-Mutter und gehört offiziell noch immer ihrem polnischen Züchter. Mit Marcus Ehning war dies das erste internationale Turnier. Zuvor ging sie unter Kira Gremme ebenfalls für Deutschland. Gestern gab es nun die erste Schleife mit ihrem neuen Reiter: Rang sechs nach 31,63 Sekunden.

Siebte wurde Lynn Hamann auf Catelly, einem ebenfalls holsteinisch gezogenen neunjährigen Wallach v. Catalido-Ephebe For Ever, der nach 32,77 Sekunden ins Ziel kam.

Alle Ergebnisse finden Sie hier. 

 

Dominique WehrmannRedakteurin

Studierte Politologin, seit 2006 bei St.GEORG. Als Jugendliche Dressurtraining bei Hans-Georg Gerlach, Michael Settertobulte und Reitmeister Hubertus Schmidt und das auf einem selbstgezüchteten Pferd. Verantwortet die Bereiche Spitzensport und Pferdezucht. Im Presseteam des CHIO Aachen, der EM Riesenbeck und der Pferdemesse Equitana, hat für den NDR im Fernsehen kommentiert.