Preis von NRW: Sieg in amerikanischer Hand

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Kent Farrington (USA) hat Christian Ahlmann den Sieg abgenommen (© www.paulinevonhardenberg.com)

Der Sieg im Preis von NRW am Freitagmittag beim CHIO Aachen ging an den Weltranglistenersten Kent Farrington (USA). Ihm dicht auf den Fersen war Christian Ahlmann.

Mit einem energischen Ritt in der Siegerrunde, in dem er seinem 16-jährigen KWPN-Wallach Uceko mächtig Beine machte, sicherte sich der Weltranglisten-Erste Kent Farrington (USA) den Sieg im Hauptspringen am Freitag, dem Nordrhein-Westfalen-Preis und kassierte die Siegesprämie von 25.000 Euro (0/46,65). Nicht mal eine Sekunde mehr brauchte Christian Ahlmann für seinen Ritt mit Taloubet Z (0/47,17), Platz zwei. Es war eine Art Wiedergutmachung für den Preis von Europa am Mittwoch, als der 17-jährige KWPN-Hengst offenbar irritiert durch den Platzregen, der just bei seinem Auftritt niederging, verweigerte und ausscheiden musste. Ob es trotzdem für die Qualifikation am Sonntag im Großen Preis reicht, stand noch nicht fest, es zählen zwei Springen und das kann knapp werden. Überglücklich war die Deutsche Meisterin Simone Blum über ihren dritten Platz mit Alice (0/47,20). Die zehnjährige Stute hatte keinen guten Anlauf auf das CHIO Aachen gehabt, verletzte sich vor ihrem erstem Nationenpreiseinsatz in Rotterdam auf dem Abreiteplatz und musste 14 Tage im Schritt geführt werden, bevor sie langsam wieder antrainiert werden konnte. Auch die ersten Turniertage in Aachen verliefen eher mäßig, gestern war die Stute aber wieder voll da.

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Christian Ahlmann Taloubet Z heute in besserer Form als am Mittwoch (© www.paulinevonhardenberg.com)

Von den 13 Reitern, die die Siegerrunde erreichten, blieben acht erneut ohne Abwurf. Darunter die drei Deutschen Andreas Kreuzer auf Calvilot (0/48,25, 5.), Christian Kukuk auf Colestus (0/50,47, 6.) und Janne Friederike Meyer-Zimmermann auf Goja (0/51,24, 7.) Letzterer haben die Trainingsstunden bei Altmeister Hugo Simon mit Schwerpunkt Springdressur sichtlich gut getan. Himmelsstürmerin Laura Klaphake, bisher in Aachen meist abwurffrei, wurde nach einem Abwurf on Catch Me If you Can mit dem schnellsten Vierfehler-Ritt Neunte (4/49,16).

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Simone Blum ist glückliche Drittplatzierte mit Alice. (© www.paulinevonhardenberg.com)


Programm CHIO Aachen, Samstag 22. Juli 2017 

13.45 Uhr: Finale U25 Springpokal

15.30 Uhr: Springprüfung

19 Uhr: Youngsters-Cup Finale

21.30 Uhr: Lavazza Preis (kombinierte Prüfung aus Springen, Fahren und Vielseitigkeit)


Irische Siegesjagd

Cian O’Connor (IRE) gewann am Nachmittag den Preis der Sparkasse. Gesattelt hatte er für das Springen über Gräben und Wälle den zwölfjährigen Copain du Perchet, der es laut O’Connor liebt, über Naturhindernisse zu springen. Ob er diese Prüfung vier- oder doch schon fünfmal gewonnen hat, wusste der Ire, in dessen Land das Jagdspringen Tradition hat, nicht. Betont hatte er aber: „Ich liebe diese Art traditioneller Springen mit Naturhindernissen. Und das Publikum findet es auch super. Das ist wichtig! All das macht Aachen zu dem ohne Zweifel besten Turnier der Welt.“

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