Rolex Grand Slam: Interview mit Genf-Sieger Pedro Veniss

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Pedro Veniss und Quabri de l'Isle (© Holger Schupp)

Neues Logo, neue Etappe, neue Preisgeldoption – der Rolex Grand Slam der Springreiter setzt in der Saison 2017 noch einen drauf. Los geht’s in Aachen. Darauf freut sich ganz besonders der Brasilianer Pedro Veniss, nicht nur, weil er als Sieger von Genf dem Jackpot am nächsten ist, sondern auch weil es sein erstes CHIO Aachen sein wird.

Das Inteview mit Pedro Veniss, Sieger im Großen Preis von Genf und damit Anwärter auf den Rolex Grand Slam of Show Jumping.

Ihr Sieg im Großen Preis von Genf ist nun ein halbes Jahr her. Wie ist es Ihnen und Quabri de l’Isle (das Pferd, mit dem Veniss in Genf siegreich war, Anm. d. Red.) seitdem ergangen?

Pedro Veniss: Es ist immer noch ein fantastisches Gefühl, wenn ich daran zurückdenke. Diesen Sieg werde ich ewig in Erinnerung behalten. Er war der wichtigste meiner bisherigen Karriere. Nach Genf hat „Quabri“ erst einmal eine Sportpause bekommen und wurde zwei Monate nur zur Zucht eingesetzt. Danach nahmen wir zunächst an ein paar kleineren Turnieren teil und haben uns langsam wieder gesteigert. Versailles im Mai war unser erstes großes Fünf-Sterne-Turnier seit Genf.

Und dort haben Sie den Rolex Grand Prix gewonnen!

Veniss: Ja, das war super! Quabri hat da schon gezeigt, dass er in guter Form ist. Aber um ihn so gut wie möglich auf Aachen vorzubereiten, habe ich den Juni mit ihm in Spruce Meadows verbracht und an der Sommer-Turnierserie teilgenommen. Die riesigen Rasenplätze in Aachen und Spruce Meadows sind sehr speziell, so etwas findet man sonst kaum auf der Welt. Philipp Weishaupt und LB Convall waren im vergangenen Sommer auch in Calgary (und sind es diesen Sommer auch wieder, Anm. d. Red.) – und sie gewannen daraufhin den Rolex Grand Prix in Aachen. Jetzt hoffe ich, dass dieser Plan für mich genauso aufgeht.

Wie schätzen Sie Ihre Siegeschancen ein?

Veniss: Mit „Quabri“ habe ich einen großartigen Partner unter dem Sattel, der jeder Aufgabe gewachsen ist. Ein Pferd, mit dem man die ganz großen Prüfungen gewinnen kann! Er hat keine schlechten Tage, gibt immer sein Bestes, egal auf welchem Turnier, und er liebt den Wettbewerb. Seine Mentalität ist einfach unglaublich und dazu ist er das liebenswerteste Pferd auf der Welt. Ich habe großes Glück, ihn reiten zu dürfen und traue ihm auf jeden Fall den Sieg in Aachen zu. Aber ich muss genauso gut sein an diesem Tag!

Es wird Ihr allererster Start in Aachen sein. Was, glauben Sie, wird Sie erwarten?

Veniss: Ich als Brasilianer sage es mal so: Aachen ist das Maracanã des Pferdesports (für die Nicht-Fußballer: Das Finalstadion der WM 2014, Anm.d. Red.)! Als Kind war es immer mein Traum, einmal in Aachen zu reiten. Bei den Weltreiterspielen 2006, ich war gerade 23 Jahre alt, hatte ich schon einmal die Gelegenheit, aber da verletzte sich mein Pferd eine Woche vor dem Start. Von daher ist es jetzt umso mehr ein besonderes Gefühl, dass dieser Traum endlich in Erfüllung geht.

Wie stellen Sie sich den Moment vor, wenn Sie das erste Mal ins Aachener Hauptstadion einreiten?

Veniss: Das wird ein unvergessliches Erlebnis sein! Ich denke, vor meinem geistigen Auge werden dann noch einmal all die Schritte in meiner Karriere an mir vorbeiziehen, die mich nach Aachen gebracht haben. Im Publikum wird meine Familie sein und mich anfeuern. Es wird ein ganz, ganz besonderes Turnier für mich werden und ich werde mein Allerbestes geben, um am Sonntag den Rolex Grand Prix zu gewinnen!

Wie schätzen Sie Ihre Chancen auf den Sieg ein?

Veniss: Ich habe mit Quabri einen wunderbaren Partner unter dem Sattel, der jeder Aufgabe gewachsen ist. Ein Pferd, mit dem man die ganz großen Springen gewinnen kann! Er hat nie einen schlechten Tag. Er gibt immer sein Bestes, egal bei welchem Turnier wir sind und er liebt es, auf Turnieren zu gehen. Seine Mentalität ist einfach unglaublich und außerdem ist er das liebenswerteste Pferd der Welt. Ich habe extrem großes Glück, ihn reiten zu können und ich denke, er ist in der Lage, Aachen zu gewinnen. Aber ich muss an diesem Tag genauso gut sein!

Über den Rolex Grand Slam

Der Rolex Grand Slam of Show Jumping verbindet die Großen Preise in Aachen (GER), Genf (SUI), Calgary (CAN) und ‘s-Hertogenbosch (NED) zu einem Wettbewerb um die wohl prestigeträchtigste und am schwierigsten zu erringende Trophäe im internationalen Pferdesport.
Wer bei drei Turnieren in Folge triumphiert, gewinnt den Rolex Grand Slam of Show Jumping – und zusätzlich zum Preisgeld eine Million Euro. Einem Reiter ist das bisher gelungen: Scott Brash. Mit Hello Sanctos hat er 2015 das scheinbar Unmögliche möglich gemacht. Zum Jahresauftakt des Rolex Grand Slam of Show Jumping beim CHIO Aachen 2017 hat der Brite wieder die Chance auf einen Grand-Slam-Bonus, denn durch seinen erneuten Sieg beim CSIO Spruce Meadows ‚Masters‘ 2016 steht ihm beim diesjährigen Weltfest des Pferdesports der 250.000-Euro-Bonus für zwei nicht-aufeinanderfolgende Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus in Aussicht. Denn zwei Große Preise innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus werden mit 250.000 Euro belohnt bzw. mit 500.000 Euro, falls sie bei zwei direkt hintereinanderliegenden Grand-Slam-Etappen erfolgen. Unabhängig vom Kalenderjahr startet ein Grand-Slam-Zyklus für jeden Reiter individuell mit dem ersten Sieg in einem der Großen Preise.

Jetzt neu: Gewinnt ein Reiter im direkten Anschluss an seinen Grand-Slam-Sieg auch noch das vierte Major in Folge, verdoppelt er seinen Grand-Slam-Bonus auf zwei Millionen Euro …

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