Rotterdam: Fliegende Holländer ohne Fehler zum Nationenpreissieg

Glückliche Gesichter auf dem Rotterdamer Podium: Jur Vrieling, Harrie Smolders, Maikel van der Vleuten und Willem Greve.

Willem Greve, hier mit seinen Mannschaftskollegen auf dem Treppchen beim FEI-Nationenpreis in Rotterdam, muss in Zukunft auf Schimmelhengst Carrera v. Larino-Contender verzichten. (© FEI/Arnd Bronkhorst)

Der Nationenpreis der Springreiter in Rotterdam endete mit dem EM-Podium von 2015. Nur dass auf dem Silber- und Bronzerang die Plätze getauscht wurden.

Hollands Equipechef hat für Olympia wirklich die Qual der Wahl. Auch ohne den Einzelwelt- und -europameister Jeroen Dubbeldam zeigten die Niederländer sich absolut souverän. Der Weltcup-Zweite Harrie Smolders und der Diamant de Semilly-Sohn hatten in Runde eins einen Zeitfehler, blieben im zweiten Umlauf aber fehlerfrei. Sowohl Jur Vrieling mit Zirocco Blue als auch Willem Greve und Carambole blieben in beiden Umläufen strafpunktfrei. Maikel van der Vleuten und Verdi waren das einzige Paar, das bei beiden Championatserfolgen der Holländer in den vergangenen zwei Jahren zum Team gehörte. Sie enttäuschten nicht. Verdi lieferte eine Null-Runde im ersten Umlauf und musste im zweiten gar nicht mehr antreten. Für die Niederländer war dies der erste Heimsieg seit 20013.

Die Schweizer, Dritte der Europameisterschaften 2015, wurden in Rotterdam Zweite mit vier Fehlern in Summe. Die Besetzung: Janika Sprunger auf Bonne Chance (4/0), Martin Fuchs auf Clooney (0/0), Paul Estermann mit Castlefield Eclipse (19/4) und Steve Guerdat mit Nino des Buissonnets (0/0).

Deutschlang belegte mit acht Fehlern insgesamt den dritten Platz. Einmal mehr war Marcus Ehning bester Reiter, diesmal auf dem selbst gezogenen For Pleasure, Sohn Funky Fred, der zweimal strafpunktfrei ging. Marco Kutscher und Balermo hatten vier Fehler im ersten und zwölf im zweiten Umlauf. Daniel Deußer kam im Sattel von Equita van’t Zorgvliet auf neun und null Strafpunkte. Ludger Beerbaum war mit Casello zweitbester Teamreiter (null und vier Strafpunkte).

Auch wenn es nicht zum Sieg gereicht hat, was Bundestrainer Otto Becker super zufrieden mit seiner Mannschaft: „Ich bin super happy. Alle haben enorm gekämpft. Wenn man bedenkt, dass in unserer Mannschaft drei Pferde erstmals in ihrem Leben einen Nationenpreis gegangen sind, zumal gegen ein so starkes Teilnehmerfel, dann war das wirklich eine tolle Leistung von allen Beteiligten.“

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.