Rotterdam: Für Marcus Ehning beginnt der Mannschafts-Entscheidungstag mit einem Sieg

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Marcus Ehning und Calanda beim CHIO Aachen 2019, wo sie unter anderem Dritte im Eröffnungsspringen wurden. (© www.toffi-images.de)

Gesprungen wird bei den Europameisterschaften in Rotterdam nicht nur um Medaillen, es stehen auch einige Rahmenprüfungen auf dem Programm. Die von heute ging nach Deutschland.

2017 in Göteborg waren es noch Simone Blum und Alice, die sämtliche Randspringen der Europameisterschaften für sich entschieden. Heute in Rotterdam machte Marcus Ehning es ihnen nach und für Simone Blum gab es auch eine Schleife.

An der Spitze des Springens heute morgen standen die Schimmel-Damen. Ehning hatte für das 1,45 Meter-Zeitspringen seine elfjährige Hannoveraner Stute Calanda v. Calido gesattelt. Mit fehlerfreien 60,02 Sekunden hängten die beiden Israels Paradiesvogel Dani G. Waldman im Sattel der in Belgien gezogenen Cardento-Tochter Jativia ab. Hier stoppte die Uhr bei 60,87 Sekunden. Dritter wurde der Schweizer Paul Estermann auf Anaba Haize, einer neunjährigen Selle Français-Stute v. Ravage de Mars.

Weltmeisterin Simone Blum wurde Vierte. Neben Alice war auch ihre neunjährige Nachwuchshoffnung Cool Hill v. Corlensky G mit nach Rotterdam gereist, der fehlerfrei in genau 62 Sekunden zur blauen Schleife galoppierte.

Noch im Geld waren auch die beiden Mannschaftskollegen Christian Ahlmann und Daniel Deußer. Christian Ahlmann ritt den Zangersheider Hengst Dominator 2000 Z v. Diamant de Semilly mit einem Zeitfehler auf Platz neun. Daniel Deußer und die Toulon-Tochter Kiana van het Herdershof waren mit 57,99 Sekunden zweitschnellstes Vier-Fehler-Paar und landeten an zwölfter Stelle.

Calanda – die, die Ehning zum Schwärmen bringt

Auf Calanda hält Marcus Ehning große Stücke. Im Juli waren die beiden Dritte beim Eröffnungsspringen des CHIO Aachen gewesen und Vierte in einem weiteren Springen. Die Soers liegt der Schimmelstute. Hier hatte sie 2016 auch schon das Finale des Youngsters-Cup gewonnen. Damals sagte Ehning, Calanda könnte sein nächster großer Star werden.

2016 war sie achtjährig. Jetzt, mit elf Jahren, hat sie zwar noch keine Fünf-Sterne-Großen Preise gewonnen, dafür aber einiges anderes. Dass die Stute nicht nur schnell, sondern auch hoch kann, bewies sie nicht zuletzt in der Londoner Olympiahall, wo sie einmal Dritte und einmal Vierte in den Six-Bar-Springen wurde. Wir orakeln mal: Von diesem Pferd wird man noch hören! Und Marcus Ehning ist ja bekannt dafür, dass er seine langsam an die ganz großen Aufgaben heranführt …

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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