Rotterdam: Großer Preis in die USA, Deutsche vorne zahlreich vertreten

Es hatte nicht sollen sein im Nationenpreis von Rotterdam für die deutschen Springreiter. Dafür konnten sie mit ihrem Abschneiden im Großen Preis mehr als zufrieden sein.

Erste Runde alle Paare fehlerfrei, doch im zweiten Umlauf purzelten die Stangen und wieder wurde es nur Rang vier im FEI-Nationenpreis für die Equipe von Otto Becker. Da saß die Enttäuschung tief. Umso schöner, dass der holländische CHIO heute ein versöhnliches Ende nahm für die deutschen Springreiter.

So eine nagelneue Longines-Uhr ist doch mal ein schmucker Ehrenpreis!

Eine neue Uhr für Lucy Davis                                                   Foto: CHIO Rotterdam

Den Sieg im Großen Preis mussten sie allerdings einer US-Amerikanerin überlassen, die aber immerhin auf deutsches (bzw. eingedeutschtes) Trainer Know-how zurückgreift: Lucy Davis auf dem For Pleasure-Sohn Barron. Die 22-Jährige trainiert mit Meredith Michaels-Beerbaum und Markus Beerbaum. Dass das fruchtet, hat das Paar unter anderem schon mit Siegen in Global Champions Tour-Springen beweisen können. Heute gelang ihnen ein ebenso großer Coup mit Platz eins im Großen Preis von Rotterdam.

Foto: CHIO Rotterdam

… Streicheleinheiten für den vierbeinigen Helden Cornet d’Amour                                                                                          Foto: CHIO Rotterdam

Wie noch zwölf weiteren Paaren gelangen den beiden zwei fehlerfreie Runden, deren zweite sie in der Spitzenzeit von 39,49 Sekunden hinter sich brachten. Damit gehören ihnen die 50.000 Euro für den Sieger. 0,37 Sekunden mehr können 10.000 Euro wert sein. So erging es heute Daniel Deußer und seinem Toppferd Cornet d’Amour, der schon am Freitag im Nationenpreis mit zwei fehlerfreien Runden geglänzt hatte und heute Zweiter wurde.

Platz drei (40,78) ging an Marcus Ehning auf seinem Hoffnungsträger Comme il faut, seinem Sohn der Ratina Z v. Cornet Obolensky, der nun auch Vater eines Fohlens von Küchengirl und demnächst von Sabrina sein wird. Ludger Beerbaum und Chiara machten den deutschen Erfolg als Fünfte perfekt (41,41 Sekunden). Christian Ahlmann und sein Neuer, Epleaser van’t Heike verpassten das Stechen nur aufgrund eines Zeitfehlers im ersten Umlauf.

 

DRESSUR

Auch wenn die Dressurprüfungen ansonsten weniger gut verliefen aus deutscher Sicht, einen Erfolg gibt es zu vermelden. Bzw. eigentlich zwei. Denn Sönke Rothenberger, der derzeit in Holland lebt und bei Anky van Grunsven trainiert, gewann mit seinem Cosmo beide U25-Grand Prix Prüfungen, den Grand Prix mit 75,767 Prozent und die Kür mit 79,975 Prozent.

Die zweite deutsche Reiterin dieser Tour, Kathleen Keller auf Wonder, beendete den Grand Prix als 15. (62,349) und die Kür als 12. (66,90).

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