’s-Hertogenbosch: Deutsche Springreiter in Topform

Daniel Deußer und Cornet d’Amour

Daniel Deußer und Cornet D'Amour sind beim Weltcup-Finale 2018 in Paris dabei. (© Pauline von Hardenberg)

Für die Springreiter ist das Hallenturnier von ’s-Hertogenbosch dieses Jahr erstmals Bestandteil des Rolex Grand Slam. Die deutschen Springreiter scheinen bestens gerüstet zu sein, wenn man sich ihre Ergebnisse vom Freitag anschaut.

Zwei Fünf-Sterne-Springen wurden gestern beim niederländischen Hallenklassiker Indoor Brabant ausgetragen, ein 1,45 Meter-Springen um den Preis der Gemeinde und ein 1,55 Meter-Springen mit Stechen um den Preis der VDL Gruppe. In beiden Prüfungen siegten deutsche Reiter.

Das Highlight am Abend, der Preis der VDL Gruppe, ging an Daniel Deußer und seinen 15-jährigen Westfalen Cornet D’Amour v. Cornet Obolensky. Die beiden waren eines von vier Paaren, die das Stechen erreicht hatten.

Dazu gehörten auch Philipp Weishaupt und sein Spitzenpferd Convall. Der Holsteiner Colman-Sohn war ebenfalls zweimal fehlerfrei, im Stechen aber etwas langsamer. Bei Cornet D’Amour stoppte die Uhr nach 40,01 Sekunden, bei Convall nach 40,47.

Dritter wurde Harrie Smolders mit Emerald. Der EM-Silbermedaillengewinner und Zweite der Weltrangliste ließ es im Stechen ruhiger angehen mit seinem Diamant de Semilly-Sohn (46,01 Sekunden) und nahm zudem noch eine Stange mit.

Den vierten fehlerfreien Ritt im Stechen lieferten Luciana Diniz und ihre Hannoveraner Stute Fit For Fun für Portugal. Am Stechen nahmen die beiden aber nicht mehr teil, wohl um sich die Kräfte für das entscheidende Springen am Sonntag aufzubewahren.

Dahinter reihten sich drei Paare ein, die mit jeweils einem Zeitfehler ins Ziel gekommen waren, allen voran der Italiener Alberto Zorzi. Er stellte ein Pferd vor, das man vor allem unter Edwina Tops-Alexander kannte: den 14-jährigen Belgier Ego van Orti v. Vigo D’Arsouilles. Seit Mitte vergangenen Jahres reitet Zorzi, der ja im Stall von Jan Tops ansässig ist, den mächtigen Wallach.

Bei Marcus Ehning und Cornado fiel gestern eine Stange, ebenso bei Christian Kukuk und Limonchello. Wobei bei ihnen noch ein Zeitfehler hinzu kam. Christian Ahlmann und Tokyo kamen mit 13 Strafpunkten ins Ziel.

Nachmittagssieger Philipp Weishaupt

Das 1,45 Meter-Springen mit zwei Umläufen am Nachmittag wurde zur Beute von Philipp Weishaupt au einem Pferd, das noch nicht allzu lange im Stall Beerbaum steht: dem zehnjährigen Holsteiner Belo Horizonte v. Baloubet du Rouet.

Der Ungar Balázs Krucsó hatte den Wallach aus der Zucht von Frank Plock in den Sport gebracht. Im Stall Beerbaum war er zunächst von Bereiter Richard Vogel vorgestellt worden. Anfang des Jahres nahm Philipp Weishaupt den Wallach dann mit in den mittleren Osten, wo er ebenfalls zweimal siegreich über 1,45 Meter war.

Zurück nach ’s-Hertogenbosch – hinter dem siegreichen Weishaupt wurde Maikel van der Vleuten (NED) auf Arera C v. Indoctro Zweiter vor Christian Ahlmann mit dem elfjährigen Cassini II-Sohn Casuality Z.

Luciana Diniz war auch in diesem Springen Vierte, diesmal auf dem inzwischen 17-jährigen Oldenburger Lifestyle-Sohn Lennox.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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