Saint Tropez: Daniel Deußer im Schleifenfieber

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Daniel Deußer und Tobago Z (© LGCT/Grasso)

Saint Tropez an der französischen Reviera ist dieses Wochenende Schauplatz der sechsten Global Champions Tour-Etappe. Tag eins endete mit zwei guten Platzierungen für Daniel Deußer.

Das erste Fünf-Sterne-Springen war eine 1,45 Meter-Prüfung in zwei Phasen. Der Sieg ging an Simon Delestre mit dem 13-jährigen Holsteiner Casall-Sohn Chesall. Er setzte sich gegen den Ägypter Sameh El Dahan auf der 15 Jahre alten OS-Stute Championes durch, einer Come On-Tochter, die o,13 Sekunden langsamer war als Chesall. Platz drei ging an den Belgier Jerome Guery auf dem elfjährigen Calvin.

Und dahinter reihte sich dann schon Daniel Deußer als bester Deutscher auf Rang vier ein. Er hatte das Springen als Warm-Up für seinen Oldenburger Cornet genutzt, jenen Cornet Obolensky-Sohn, den er vor einigen Monaten von der US-Amerikanerin Lauren Hough übernommen hatte.

Ludger Beerbaum und der neunjährige ebenfalls in Oldenburg gezogene Cool Down v. Catoki verpassten die zweite Phase aufgrund eines Zeitfehlers in der ersten Parcourshälfte. Da waren sie in guter Gesellschaft. Insgesamt 14 Paare ließen es ruhig angehen und beendeten den Parcours ohne Spring-, aber mit Zeitfehlern.

Holger Wulschner und Cha Cha Cha hatten vier Fehler in Phase eins. Bei Philip Houston und Chaquilot waren es acht.

Erstes Global Champions League-Springen

Das höchstdotierte Springen des Tages war zugleich die erste Wertung für die Global Champions League. Sieger in dem 1,50/1,55 Meter-Parcours gegen die Uhr wurde der Ire Darragh Kenny im Sattel von Babalou, wieder einer Oldenburger Stute, diesmal von Balou du Rouet abstammend. In 73,37 Sekunden schafften die beiden den Parcours und nahmen ihrem Verfolger damit genau 0,5 Sekunden ab.

Der Verfolger, das war Daniel Deußers zehnjähriger Zangersheider Hengst Tobago Z v. Tangelo van de Zuuthoeve. Die beiden kamen fehlerfrei nach 73,87 Sekunden ins Ziel, wurden Zweite, verdienten 12.400 Euro und holten für ihr Team „Shanghai Swans“ die vorläufige Pole Position in der Global Champions League-Wertung – übrigens zusammen mit dem Brasilianer Pedro Veniss, der mit dem zehnjährigen Franzosen Uccello de Will ebenfalls strafpunktfrei durch den Parcours gekommen, mit 82,16 Sekunden jedoch deutlich langsamer gewesen war. In der Einzelwertung bedeutete die Zeit Rang zehn.

Die drittschnellste Zeit kam von Simon Delestre, der heute ebenfalls einen Lauf hatte. Er saß im Sattel seines besten Pferdes, des 13-jährigen Hugo Gesmeray-Sohnes Hermes Ryan.

Von den anderen Deutschen konnte sich keiner unter die Platzierten mischen. Christian Ahlmann und die Chico’s Boy-Tochter Ailina hatten einen Abwurf. Bei Ludger Beerbaum und Casello kam zu einem Spring- noch ein Zeitfehler hinzu. Holger Wulschner und der Hannoveraner Stolzenberg-Sohn Skipper kamen mit acht Fehlern aus dem Parcours, ebenso wie Philip Houston und Loewenherz.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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