Saut Hermès 2018: Die ersten Sieger sprechen Französisch und Schwedisch

Prix du Grand Palais saut d’obstcales

Romain Duguet ist der erste Preisträger beim Saut Hermès 2018. (© Saut Hermès/Frédéric Chéhu)

Romain Duguet, Philippe Rozier und Evelina Tovek holten heute die ersten Siege beim Saut Hermés in Paris, dem CSI5*, das 2009 von der Familie Hermès und ihrem gleichnamigen Firmenimperium ins Leben gerufen wurde.

Mit den Pferden fing alles an bei Hermès. Lange bevor das Seidecarré des Edellabels Kultstatus erlangt hatte, verdiente die Familie ihr Geld mit Sattlerarbeiten. Gründer Thierry Hermès hatte sein diesbezügliches Handwerk in Krefeld gelernt, ehe er sich in Frankreich niederließ. Noch immer ist die Firma in Familienbesitz. Und noch immer ist sie den Pferden eng verbunden, wie man seit 2009 beim Saut Hermès erleben darf.

Der erste Sieger 2018 ist Romain Duguet. Der in Frankreich geborene Schweizer gewann auf seiner Weltcup-Zweiten Twentytwo des Biches v. Mylord Carthago das 1,45 Meter-Zwei-Phasen-Springen um den Preis des Grand Palais. Zweiter wurde der Brite Robert Smith auf dem KWPN-Wallach Cimano E v. Unaniem vor Alexandra Paillot und Tonio la Goutelle für Frankreich.

Marcus Ehning ritt seine Hannoveraner Calido-Tochter Calanda auf Rang fünf. Philipp Weishaupt und der Holsteiner Belo Horizonte v. Baloubet du Rouet waren als Zehnte ebenfalls noch im Geld. Bei Felix Haßmann auf Cayenne WZ und Daniel Deußer im Sattel von Cornet fiel je eine Stange.

Preis der Sattlerei Hermès bleibt im Land

Für einen französischen Heimsieg im wichtigsten Springen des Tages, dem Prix Hermès Sellier über 1,50 Meter gegen die Uhr, sorgte Philippe Rozier im Sattel des 13-jährigen Reveur de Kergane v. Hornet Rose. Der Selle Francais-Wallach nahm dem nächsten Paar genau eine zehntel Sekunde ab. Das Nachsehen hatten der Belgier Nathan Budd auf seinem ebenfalls in Belgien gezogenen Balder van de Katelijnkouter v. Baloubet du Rouet. Simon Delestre und sein Spitzenpferd Ryan, der übrigens das Präfix Hermes im Namen trägt, wurden Dritte.

Marcus Ehning und der Westfälische Landbeschäler Cornado blieben zwar fehlerfrei, aber Ehning hatte es nicht eilig. Als 14. waren sie nicht mehr im Geld. Bei Philipp Weishaupt und Che Fantastica fiel eine Stange. Mit jeweils acht Strafpunkten kamen sowohl Daniel Deußer auf Equita van’t Zorgvliet als auch Felix Haßmann mit Balzaci aus dem Parcours.

Erstes U25-Springen nach Schweden

Evelina Tovek dominierte die erste Prüfung der U25-Jährigen. Im Sattel des zehnjährigen schwedischen Warmblüters Mill’s Sheridan v. Empire gewann sie das Zwei-Phasen-Springen über 1,40 Meter. Tovek ist übrigens bereits auf Fünf-Sterne-Niveau erfolgreich unterwegs.

Am dichtesten dran am Siegerpaar war die Schweizerin Simone Buhofer auf der Querlybet Hero-Tochter Flying Girl. Dahinter platzierte sich die noch nicht ganz 22-jährige Andrea Hoppe auf dem AES-Wallach Slanelough Ultimatum als beste Deutsche auf Rang drei. Obwohl sie Deutschland noch nie bei einem Championat vertreten hat, ist Andrea Hoppe bereits seit 2013 regelmäßig auf internationalen Turnieren bis Drei-Sterne-Niveau im Einsatz. Dies ist ihr erster Start beim Saut Hermès.

Und sie ist nicht die einzige deutsche Starterin. Neben ihr reitet auch Marisa Braig in der U25-Tour, die einst als Pony-Vielseitigkeitsreiterin Medaillen für Deutschland holte. Mit dem Zangersheider Wallach Pablito van Erpekom, der sie auch schon bei Deutschen Jugendmeisterschaften über den Parcours getragen hatte, lieferte Marisa auch zwei fehlerfreie Runden.

Alle Ergebnisse aus Paris finden Sie hier.