Scott Brashs Hello Sanctos nicht bei der EM am Start

Scott Brash und Hello Sanctos auf dem Weg zum Sieg im Großen Preis von Aachen 2015.

(© Scott Brash und Hello Sanctos auf dem Weg zum Sieg im Großen Preis von Aachen 2015.)

Der beste Springreiter der Welt wird auf sein bestes Pferd der Welt verzichten bei den Europameisterschaften in Aachen vom 11. bis 23. August. Aber nicht, weil Hello Sanctos krank wäre.

Gegenüber der britischen Zeitschrift Horse & Hound erklärte Scott Brash, man habe die Entscheidung getroffen, weil „es nicht im Sinne des Pferdes“ wäre, ihn für die Auswahl fürs Team in Aachen aufzustellen. „Hello Sanctos hat nun an drei Championaten teilgenommen und er wird – unglücklicherweise – nicht jünger“, führte Brash weiter aus. Man habe die Entscheidung getroffen, um dem Pferd die „bestmögliche Chance zu geben, ein zweites Mal an Olympischen Spielen teilzunehmen, wenn sich die Gelegenheit bietet.“

„Wir haben das Gefühl, dass die Anzahl der Springen, die über einen kurzen Zeitraum während eines Championats verlangt werden, dieses Jahr nicht im Sinne des Pferdes wären.“

Stattdessen wird Hello Sanctos – wie man nach seinem Sieg im Mai im Großen Preis von Aachen schon gemutmaßt hatte – vom 9. bis 13. September beim CSIO5* in Spruce Meadows, Calgary, an den Start gehen, wo der Große Preis zugleich die dritte Station des Rolex Grand Slam ist. Scott Brash hätte dort die Möglichkeit, bei einem Sieg eine Million Euro zu gewinnen, zusätzlich zu dem Preisgeld für den Großen Preis als solchem. Er wäre der erste Springreiter, dem es gelingt, die drei Großen Preise von Genf, Aachen und eben Calgary zu gewinnen. Für diese Triple Crown des Springsports hat Uhrenhersteller Rolex einen Millionen-Bonus ausgelobt. 500.000 Euro sind Brash nach seinen Siegen in Genf und Aachen schon sicher. Um diese auch ausgehändigt zu bekommen, bräuchte er in Spruce Meadows nur über die Startlinie reiten.

Das EM-Aus von Hello Sanctos muss nicht notwendigerweise heißen, dass auch Brash raus ist aus dem Team. Er hat noch zwei weitere Eisen im Feuer mit Hello M’Lady, auf der er vor kurzem die Global Champions Tour-Etappe von Monte Carlo gewann und Hello Forever. Beide Pferde sind erst neun Jahre alt.

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