Siebter Nationenpreis-Sieg der USA in Wellington nach Stechen

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Wilton Porter und Caletto Cabana trugen bei ihrem Nationenpreisdebüt mit zwei Nullrunden zum Sieg der USA bei. (© Sportfot)

Seit 18 Jahren ist Wellington in Florida, USA, Schauplatz eines Nationenpreises. Dieses Jahr musste der Sieger zum zweiten Mal in der Geschichte des Turniers im Stechen ermittelt werden. Und zum siebten Mal ging die Palme an die Gastgeber.

Mexiko, Kolumbien, Israel, Irland, Kanada und die USA waren die Teams, die in der zweiten Runde um den Sieg kämpften. Für die späteren Sieger trat zum einen der erst 25 Jahre alte Wilton Porter auf dem Holsteiner Cassini-Sohn Caletto Cabana an. Ihm gelangen zwei fehlerfreie Runden bei seinem ersten Nationenpreis im Seniorenlager.

Routinier McLain Ward ritt mit Contagious ein noch recht unerfahrenes Pferd und hatte in Runde zwei am letzten Hindernis einen Abwurf. Den ersten Umlauf hatten die beiden fehlerfrei hinter sich gebracht.

Adrienne Sternlicht, wie Ward Mitglied des siegreichen WM-Teams von Tryon, hatte einen alten Bekannten unter dem Sattel: den Toulon-Sohn Toulago, der 2014 mit Pius Schwizer bei den Weltreiterspielen für die Schweiz am Start war und dann kurzzeitig unter Daniel Deußer ging. Sternlicht hat ihn schon eine ganze Weile im Stall, gestern lief es allerdings nicht optimal für sie mit neun Fehlern im ersten und vier im zweiten Umlauf.

Schließlich sorgte Beezie Madden mit Chic Hin D Hyrencourt dank einer fehlerfreien Runde im zweiten Umlauf für den Einzug ins Stechen gegen die Iren, die ebenfalls acht Strafpunkte in Summe hatten. Der elfjährige Schimmel v. Taran de la Pomme ist erst seit Herbst vergangenen Jahres in Beritt der amtierenden Weltcup-Siegerin, dennoch haben die beiden schon beachtliche Erfolge erzielt, wie z.B. ein Sieg im Weltcup-Springen von Kentucky im vergangenen November.

Das Stechen zu reiten überließ sie dann allerdings dem Kollegen Ward, der fand, dass sein Contagious von Runde zu Runde besser sprang. Auch dies ist noch ein recht neues Paar. Contagious ist ein zehnjähriges Deutsches Sportpferd, das von Gerrit Niebergs Contagio abstammt. Timo und Julia Beck hatten ihn in den internationalen Sport gebracht. Dann wurde er an Reed Kessler verkauft, um schlussendlich im Spätsommer letzten Jahres bei McLain Ward in den Stall zu gelangen.

Für das Pferd war es gestern der erste Nationenpreis. Aber Ward sollte Recht behalten. Tatsächlich lieferte er auch im Stechen eine fehlerfreie Runde. Nachdem der Reiter der Iren, Daniel Coyle mit Farona, drei Abwürfe hinnehmen musste, war die Entscheidung gefallen: Sieg für die USA, Platz zwei für Irland.

Hier ritten außer Coyle noch Lorcan Gallagher auf Hunters Conlypso II (0/0), Shane Sweetnam mit Kirschwasser (4/8) sowie Paul O’Shea im Sattel von Imerald Van’t Voorhof (4/4).

Platz drei ging nach Kanada mit 13 Fehlern in Summe. Hier ritten Nikki Walker mit Falco van Spieveld, die zwei Nullrunden bei ihrer Premiere feiern konnte, Beth Underhill auf Count Me In (0/4), Amy Millar und Heros (12/4) sowie Mario Deslauriers mit Amsterdam (4/8).

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