Sopot: Andreas Schou gewinnt Großen Preis, Janne Friederike Meyer-Zimmermann Zweite

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Andreas Schou und Independent gewannen den Großen Preis beim CSIO5* in Sopot. (© facebook.com)

Wenn es am Freitag gut klappt, heißt das noch nicht, dass es am Sonntag im Nationenpreis auch so läuft. Aber der Auftakt der deutschen Springreiter im Großen Preis beim CSIO5* in Sopot war schon mal viel versprechend!

Der Große Preis wurde in zwei Umläufen entschieden. Von den 13 Startern, die gegen die Uhr antraten, kamen vier aus Deutschland. Der Sieg ging allerdings nach Dänemark, an Andreas Schou im Sattel des Schweden Independent. Dass die beiden in guter Form sind, hatten sie zuletzt beim Nationenpreisturnier in Uggerhalne demonstriert, wo sie zwei Nullrunden zum dritten Platz der Mannschaft beisteuerten und im Großen Preis dann auch noch Sechste wurden. In Vilamoura hatten sie auch schon mal einen Drei-Sterne-Grand Prix gewonnen. Aber ein Sieg von diesem Kaliber war weder dem Reiter noch dem Pferd in jüngster Zeit geglückt. In 42,37 Sekunden flog der elfjährige Diamant de Revel-Sohn zum Sieg.

Exakt 0,4 Sekunden langsamer war das beste deutsche Paar, Janne Friederike Meyer-Zimmermann mit Messi van’t Ruytershof. Damit wurden sie Zweite. Seitdem sie aus dem Mutterschaftsurlaub zurückgekehrt ist, reitet Meyer-Zimmermann von Erfolg zu Erfolg. Mit Messi war sie ja unter anderem auch Siegerin der ersten Riders Tour-Etappe in Hagen. Der Wallach ist erst zehn und trägt seinen Namen nicht von ungefähr. Er ist ein belgischer Plot Blue-Sohn aus bekanntem Züchterstall. Aus seinem Mutterstamm gingen einige der besten Springpferde der Welt hervor. So ist seine Großmutter Diamanthina van’t Ruytershof eine Vollschwester zu Emerald. Kurz: Von dem Paar darf man sicher noch einiges erwarten.

Heute ließen sie jedenfalls schonmal den Schweizer Niklaus Schurtenberger im Sattel des Holsteiners Quincassi v. Quintero-Cassini hinter sich (43,26).

An vierter Stellte reihte sich Philipp Weishaupt auf der Diamant de Semilly-Tochter Asathir ein. Die beiden blieben ebenfalls zweimal null und sahen das Ziel nach 43,73 Sekunden.

Nummer drei unter den deutschen Reitern im zweiten Umlauf war Philipp Weishaupts Kollege bei den Ludger Beerbaum Stables, Christian Kukuk im Sattel von Nice van’t Zorgvliet. Die BWP-Stute hatte heute einen Abwurf in Runde zwei, Rang zehn. Sie ist übrigens eine Tochter des erwähnten Emerald.

André Thieme und Conacco komplettierten das deutsche Quartett, als es gegen die Uhr ging, schieden allerdings aus, als Thieme aus dem Sattel kam. Es ist aber wohl nichts passiert, schreibt spring-reiter.de. Thieme war als 13. dennoch mit im Geld.

Den zweiten Umlauf knapp verpasst hatten der „Noch-Deutsche Meister“ Tobias Meyer und Greatest Boy-H mit einem Zeitfehler im ersten Umlauf.

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