SPRINGEN – Vielversprechender Auftakt für das deutsche Team

Erst der Sieg im Großen Preis von Aachen

(© Pauline von Hardenberg)

Nach dem Zeitspringen, der ersten von drei Runden im Kampf um die Mannschaftsweltmeisterschaft, haben sich die deutschen Springreiter eine gute Ausgangsposition verschafft. Derzeit liegen sie auf Platz vier hinter Frankreich, Schweden und USA.

Alle vier Paare, Christian Ahlmann auf Codex One (79,65 Sekunden, Platz 12) als erster Teamstarter, Marcus Ehning auf Cornado (83,29 Platz 29) Daniel Deußer (78,41, Platz 7) auf Cornet d’Amour und Ludger Beerbaum auf Chiara (82,61, Platz 24) blieben im Zeitspringen ohne Abwurf. Das Team liegt jetzt hinter den Franzosen, Schweden, USA auf Platz vier. Alle vier deutschen Reiter blieben ohne Abwurf. Bundestrainer Otto Becker war zufrieden: „Der Kurs war heute nicht so schwer, das wird sich bis Donnerstag ändern.“ Ludger Beerbaum kommentierte: „Der Kurs war beim Abgehen leicht, doch rückblickend war er dann interessant zu reiten, der Parcourschef Fredéric Cottier hat das sehr gut hin bekommen.“
In der Einzelwertung übernahm bereits am Vormittag der erst 19-jährige Ire Bertram Allen auf Molly Malone (77,1) die Führung vor dem Franzosen Patrice Delaveau auf Orient Express (77,18) und Gregory Wathelet auf Conrad de Hus (77,33). Der Jungprofi, der eine geradlinige Karriere als Ponyreiter, Junior und Junger Reiter hinter sich hat, gab sich gelassen, fand seinen Ritt noch nicht mal besonders schnell und schien sich selbst über seinen Spitzenplatz zu wundern. Doch noch ist nichts entschieden, in den nächsten beiden Runden morgen und übermorgen wird es noch anspruchsvoller werden. Am Donnerstag kämpfen die besten zehn Nationen um den Weltmeistertitel. „Von denen kann jede Mannschaft gewinnen, die Spitze ist sehr breit“, sagt Ludger Beerbaum.

In Führung liegen im Augenblick die Gastgeber mit Patrice Delaveau/Orient Express, Pénélope Leprevost/Flora de Mariposa, Simon Delestre/Qlassic Bois Margot und Kevin Staut auf Reveur de Hurtebise. Letzterer bildete das Streichergebnis, insgesamt hat Frankreich 2,08 Punkte auf dem Konto.

Die Schweden liegen mit 3,01 Punkten auf Rang zwei. Hier punktete vor allem Rolf-Göran Bengtsson auf dem Holsteiner Verbandshengst Casall, zusammen mit Peder Fredricson auf Sibon und Henrik von Eckermann mit Gotha. Streicheregebnis ist Alexander Zettermann auf Cafino.

Vorläufig den Bronzeplatz bekleiden die USA mit 4,72 Zählern. Beezie Madden und Cortes ‚c‘ waren das stärkste Paar, gefolgt von Kent Farrington auf Voyeur und McLain Ward mit Rothchild. Lucy Davis und Barron lieferten das Streichergebnis.

Die Deutschen sind den Amerikanern mit 4,82 Punkten ganz dicht auf den Fersen. Das beste Ergebnis kam von Daniel Deußer und Cornet d’Amour, dann folgten Christian Ahlmann mit Codex One und Ludger Beerbaum auf Chiara. Trotz Nullrunde sind Marcus Ehning und Cornado das Streichergebnis.
Noch knapper als der Abstand der Deutschen auf die USA, ist allerdings der von den Niederlanden zu Otto Beckers Equipe. Die Holländer kommen auf genau 4,83 Punkte. Da ist also für alle Teams noch alles offen.
Von dem Mammutstarterfeld aus 153 Reitern beendeten zehn Reiter den Kurs nicht, weil sie, meist nach einem abrupten Steher, vom Pferd fielen, darunter so prominente Reiter wie Doda de Miranda, der Ehemann der griechischen Milliardärin Athina Onassis, die selbst mit 95,65 Punkten auf Rang 100 liegt. Der französische Parcourschef Fréderic Cottier war zufrieden mit dem Ergebnis. Es waren fast 160 Reiter verschiedener Leistungsstufen. Ich wollte die unerfahrenen Paare nicht demotivieren, und den schnellen Pferden Gelegenheit geben, in drei Wendungen Zeit zu sparen. Die Pferde, die ausschieden, wirkten erschreckt von der Umgebung, sprangen zu Beginn sehr hoch, weil sie etwas guckig waren. Die Strafsekunden aus dem Zeitspringen werden in Strafpunkte umgerechnet, dann werden die Fehler nur noch aufaddiert.

Die vorläufige Rangierung in der Gesamtwertung finden Sie hier.

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