Springreiterin Kaya Lüthi startet nun für die Schweiz

Kaya Lüthi und Johannes Ehning (© Frieler/www.reitsportfoto.de)

Springreiterin Kaya Lüthi, die eine doppelte Staatsbürgerschaft hat, startet nun für die Schweiz.

Beim Weltreiterverband FEI hat Kaya Lüthi bereits das Nationenkürzel SUI hinter ihrem Namen stehen. Leben und trainieren wird die noch nicht ganz 23-Jährige indes weiter in Deutschland, in Stadtlohn, zusammen mit ihrem Lebensgefährten Johannes Ehning.

Derzeit darf Lüthi noch keine Nationenpreise und Championate für die Schweiz bestreiten. Aktuell gilt für Lüthi noch eine Sperrfrist der FEI, die besagt, dass man zwei Jahre nachdem man bei einem Championat, Nationenpreis oder Weltcup-Springen am Start war, nicht für ein anderes Land reiten darf. Es läuft ein Gesuch um Aufhebung dieser Regelung. In der Schweiz freut man sich auf Lüthi. Nationalcoach Andy Kistler erklärte: „Wir freuen uns, eine talentierte hoffnungsvolle Nachwuchsreiterin in unseren Reihen willkommen zu heißen.“

Mit Pferden groß geworden

Kaya Lüthi sammelte schon in früher Kindheit erste Erfahrungen mit Pferden. Dabei spielte ihr Vater Günter Orschel als Vorbild und Förderer eine wichtige Rolle. Der ritt 2000 für Bulgarien bei den Olympischen Spielen in Sydney mit. Kaya Lüthi hatte nach ihrem Realschulabschluss eine Lehre zur Pferdewirtin abgeschlossen und war turniermäßig stets immens erfolgreich. Seit 2007 gehörte sie dem Bundeskader Springen an, erst mit den Ponys und später im Kader der Jungen Reiter. 2013 wurde ihr das Goldene Reitabzeichen verliehen. Im selben Jahr wurde sie Deutsche Meisterin der Jungen Reiter. 2014 folgte Silber bei den Europmeisterschaften der Jungen Reiter. Im Jahr darauf gab es bei demselben Ereignis zwei Silbermedaillen. Neben ihrer eigenen sportlichen Karriere ist Kaya Lüthi als Ausbilderin von Reitern und Pferden im Einsatz. Das Rüstzeug dazu hatte sie sich unter anderem bei Bundestrainer Otto Becker geholt, für den sie von Mai 2015 bis Mai 2016 ritt. Danach zog sie zu ihrem Lebensgefährten Johannes Ehning auf dessen Anlage in Stadtlohn.

Traum vom CHIO

Lüthi hat viel erreicht, ist aber noch lange nicht am Ziel: „Mein Traum ist es, beim CHIO in Aachen reiten zu dürfen. Und dann gibt es ja auch noch Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Olympische Spiele. Es wäre für mich schon toll, wenn ich mich dafür qualifizieren könnte. Doch bis dahin ist noch viel Arbeit und Training nötig.“ Dazu sei sie bereit, meint sie und beschreibt sich selbst so: „Ich bin bei allem, was ich anpacke, sehr ehrgeizig und will alles zu 100 Prozent machen.“ Dennoch sei sie ruhig und nervenstark, um im richtigen Moment „mit vollem Elan eine Sache anzugehen“. Gute Voraussetzungen für das Erreichen ihrer Ziele!

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.


Schreibe einen neuen Kommentar