St. Gallen: Frankreich schlägt Italien und die Schweiz im Stechen um den Nationenpreis

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Champagnerlaune bei den Franzosen nach ihrem Triumph im FEI Nationenpreis von St. Gallen 2019. (© CSIO St. Gallen)

War das ein Krimi! Sowohl die Franzosen als auch die Italiener und die Schweizer Gastgeber hatten vier Strafpunkte auf dem Konto nach den zwei Umläufen des Nationenpreises der Springreiter von St. Gallen. Ein Stechen musste die Entscheidung bringen.

Sowohl bei den Italienern als auch bei den Franzosen gab es zwei Paare mit Doppelnull. Für die Tricolore waren das Pénélope Leprevost auf ihrem nun schon nicht mehr ganz neuen Star, dem zehnjährigen Toulon-Sohn Vancouver de Lanlore, und Nicolas Delmotte mit Urvoso du Roch.

Mit ihnen im Team ritten Kevin Staut auf seinem neuen Pferd, dem zehnjährigen Oldenburger Calevo v. Casall (4/4), sowie Guillaume Foutrier mit Valdocco des Caps v. Number One d’Iso (0/4).

Die Helden der Italiener waren Giulia Martinengo Marquet auf dem Diamant de Semilly-Sohn Elzas und Paolo Paini im Sattel der For Pleasure-Tochter Oattava Meraviglia di Ca‘ San G.

Die zwei weiteren Paare des italienischen Quartetts waren Riccardo Pisani auf Chaclot (4/4) und Luca Marziani mit dem Montender-Sohn Tokyo du Soleil (0/Aufg.).

Gastgeber mit Star-Aufgebot

1996 war es den Schweizern zum letzten Mal gelungen, bei „ihrem“ FEI-Nationenpreis ganz oben aufs Treppchen zu springen. Andy Kistler hatte eine Phalanx mit einigen seiner besten Reiter und Pferde ins Rennen geschickt, um nach 23 Jahren mal wieder die Nase vorne zu haben.

Martin Fuchs und Chaplin machten den Anfang. Im ersten Umlauf verzeichneten sie vier Fehler, in Runde zwei blieben sie null. Niklaus Rutschi und Cardano CH taten es ihnen gleich.

Paul Estermann und der Oldenburger Lord Pepsi v. Lord Pezi lieferten das beste Ergebnis der Eidgenossen mit zwei Nullrunden. Die Nummer eins der Welt, Steve Guerdat, hatte sein Spitzenpferd Bianca v. Balou du Rouet in St. Gallen gesattelt, blieb fehlerfrei im ersten Umlauf und musste in Runde zwei nicht mehr antreten. Dafür aber im Stechen.

Das Stechen

Frankreichs Thierry Pomel schickte Guillaume Foutrier in den Parcours gegen die Uhr. Für Italien trat Giulia Martinengo Marquet an, und Steve Guerdat und Bianca sollten den Schweizern zum Triumph verhelfen.

Tatsächlich waren die beiden Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaften 2018 schnellstes Paar im Stechen mit ihren 43,46 Sekunden. Aber sie hatten einen Abwurf. Da sie als erstes in den Parcours gemusst hatten, war die Tür weit offen für die nachfolgenden Paare.

Guillaume Foutrier war der nächste und er enttäuschte nicht. Fehlerfrei ritt er seinen Valdocco des Caps in 44,09 Sekunden über den Parcours. Dazu sein Teamkollege Kevin Staut: „Guillaume ist seit vielen Jahren ein wirklich starker Reiter. Er ist sehr beständig und hat dieses Pferd nun seit zwei Jahren. Heute kam er mit dem Druck klar und war wirklich darauf fokussiert, etwas Großartiges im Stechen zu leisten. Als Steve einen Abwurf hatte, nahm er sich vor, eine sichere, schnelle Nullrunde zu drehen, weil er wusste, dass Giulias Pferd nicht das schnellste ist.“

So kam es denn auch. Zwar ließ auch Elzas alle Stangen in den Auflagen, aber mit 44,54 Sekunden war er doch deutlich langsamer als Valdocco des Caps. Damit stand fest: Sieg für Frankreich vor Italien und der Schweiz.

Auf den nachfolgenden Plätzen folgten die Briten (16), Brasilien (22), Norwegen (33), Dänemark (42) und Österreich (48).

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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