St. Gallen: Heimsieg für Paul Estermann im Großen Preis

Paul Estermann und seine irische Stute Castlefield Eclipse feierten gestern den sicher größten Sieg ihrer Karriere beim Fünf-Sterne-Nationenpreisturnier in St. Gallen in ihrer Schweizer Heimat.

Seit Jahren sind die beiden eine feste Bank für die Schweizer Nationalmannschaft, waren bei diversen Nationenpreisen zweimal null und gehörten bei den Olympischen Spielen 2012 und bei den Europameisterschaften 2013 zur eidgenössischen Equipe. Aber ein Sieg auf Fünf-Sterne-Niveau war der Nummer 70 der Weltrangliste bislang versagt geblieben. Gestern war es dann so weit. Und das auch noch in der Heimat. Anders als im Vorjahr, als tagelange Regenfälle den Boden in St. Gallen so stark aufgeweicht hatte, dass die Deutschen ihren Start beim Nationenpreis zurückzogen (mit bekannten Folgen: Das Nationenpreisfinale fand ohne deutsche Beteiligung statt), herrschte dieses Jahr eitel Sonnenschein im sogenannten Gründenmoos. Nach eigener Aussage ging Paul Estermann volles Risiko, seine zwölfjährige Quick Star-Enkelin (v. Obos Quality, Mutter v. Furisto v. Furioso II) flog nur so über die Stangen, erreichte das Ziel in 44,68 Sekunden und bescherte ihrem Reiter 50.000 Euro.

Zweiter wurde der Spanier Sergio Alvarez Moya auf dem zehnjährigen holländischen Hengst Zipper v. Sam R. Auch um dieses Paar war es längere Zeit recht still gewesen. Doch schon beim Nationenpreisturnier in Lummen Anfang Mai hatte Zipper mit zwei Nullrunden im Länderkampf auf sich aufmerksam gemacht. Im Nationenpreis von St. Gallen wiederholten sie die Leistung. Und auch am Sonntag ließen sie alle Stangen liegen. Zudem waren sie mit 44,79 Sekunden dicht dran an der Siegerzeit.

Platz drei ging wieder in die Schweiz, diesmal an Fabio Crotta auf Rubina VIII ein eher überraschender Erfolg, den die beiden da gegen den Großteil der Weltspitze erzielten. Bislang waren sie vor allen Dingen auf Zwei- und Drei-Sterne-Niveau erfolgreich gewesen. Ihr Fünf-Sterne-Niveau hatten sie im Dezember in Genf gegeben, und nun das. Für Crotta sicher beinahe genauso erfreulich wie ein Sieg.

Deutsche Springreiter waren in St. Gallen nicht am Start. Weitere Ergebnisse

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