St. Tropez: Christian Ahlmanns Solid Gold Z Dritter im CSI3*-Grand Prix

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Niels Brunyseels und Frenchy, Sieger im CSI3* Grand Prix von St. Tropez (© Marco Villanti)

Dieses Wochenende laufen beim Hubside Jumping in St. Tropez mehrere Touren parallel, auf Ein-, Zwei-, Drei- und Fünf-Sterne-Niveau. Heute fiel die Entscheidung im wichtigsten Springen der Drei-Sterne-Tour, und da hatte Christian Ahlmanns Zukunftspferd Solid Gold Z ein Wörtchen mitzureden.

Der mit 60.000 Euro dotierte CSI3* Grand Prix war die lukrativste Prüfung heute in St. Tropez und versprach den Reitern zudem Weltranglistenpunkte. Das Preisgeld für den Sieg , 15.000 Euro, schnappte sich Belgiens Niels Bruynseels mit der zehnjährigen Westfalen-Stute Frenchy v. Cornet Obolensky. Für die beiden ist es der erste gemeinsame Sieg, seit Bruynseels die Stute von Vicky van de Poel übernommen hat.

Die beiden waren exakt 0,15 Sekunden schneller im mit elf Paaren besetzten Stechen als Brasiliens Marlon Modolo Zanotelli und die ebenfalls zehnjährige BWP-Stute Kalinka van de Nachtegaele, die Zanotelli von seiner Frau Angelica Augustsson übernommen hat und die übrigens eine Tochter von Christian Ahlmanns Epleaser van’t Heike ist.

Den hat Christian Ahlmann dieses Wochenende nicht dabei (genauer gesagt ist er bei der FEI für dieses Jahr gar nicht als aktiv gemeldet), dafür aber seinen ehemaligen Weltmeister der jungen Springpferde, Solid Gold Z. Der nun neunjährige Oldenburger Hengst v. Stakkato Gold demonstrierte in fehlerfreien 38,64 Sekunden auf Rang drei einmal mehr, dass er auch das Zeug für die größeren Aufgaben hat.

Platziert waren in diesem Großen Preis nach einem Abwurf im Stechen auch Katharina Offel und der zehnjährige Holsteiner Quintero-Sohn Quintair. Sie wurden Neunte.

Niels Bruynseels kommentierte nach seinem Erfolg: „Einen Großen Preis zu gewinnen ist immer schon, besonders mit einer so jungen Stute! Frenchy ist erst zehn Jahre alt und hat auf diesem Niveau nur sehr wenig Erfahrung. Sie ist erst seit vier Monaten bei mir.“

Unter den Besten der Welt zu gewinnen sei nicht einfach, aber sie habe es sehr gut gemacht! Die Stute sei sehr schnell, habe aber auch viel Blut, was es nicht immer ganz einfach mache, sie zu managen. Aber: „Dieser Sieg stimmt uns zuversichtlich!“

Ein vierter Platz für Deußer

In der Fünf-Sterne-Tour standen heute zwei Springen auf dem Programm. Das über 1,50 Meter gegen die Uhr wurde einmal mehr zu einem Triumph der Gastgeber dank Julien Epaillard und Usual Suspect d’Auge, die als einziges Paar unter 60 Sekunden blieben. Ganz knapp darüber (60,04) stoppte die Uhr für Belgiens Jérôme Guery und seinen Hengst Eras Ste Hermelle, Platz zwei. An dritter Stelle fand sich einmal mehr Marlon Modolo Zanotelli auf der neunjährigen Zangersheider Stute Abelone O.T Lowlands Z wieder.

Um gerade mal zwei hundertstel Sekunden musste Daniel Deußer mit seiner Toulon-Tochter Kiana van het Herdershof geschlagen geben und belegte Rang vier.

Christian Ahlmann war auch in diesem Springen platziert. Mit dem zehnjährigen Selle Francais-Hengst Atomic Z, ein Sohn des Ex-Weltmeisters Cumano, wurde er nach fehlerfreiem Springen Neunter.

Das zweite Springen der Fünf-Sterne-Tour ging über 1,55 Meter mit Stechen – das allerdings gerade mal drei Paare erreichten. Der Sieg ging erneut nach Belgien und wieder vor Brasilien.

Jérôme Guery und der erst achtjährige Nabab de Reve-Sohn Great Britain V waren mit 38,49 Sekunden die Schnellsten. Marlon Modolo Zanotelli fügte seinem reich gefüllten Erfolgskonto von St. Tropez noch eine weitere Platzierung hinzu: Rang zwei mit dem Douglas-Sohn Icarus (39,47).

An dritter Stelle reihte sich diesmal der Italiener Alberto Zorzi auf Cinsey ein. Den Hannoveraner Contendro-Sohn kannte man früher unter Laura Klaphake, ehe er zu Athina Onassis wechselte, der er auch heute noch gehört.

Die Deutschen gehörten nicht zu den Platzierten. Marcus Ehning und die Calido-Tochter Calanda hatten zwar wie auch viele andere Paare in den Schleifenrängen nur einen Abwurf, waren aber nicht schnell genug. Christian Ahlmann und Mandato van de Neerheide sammelten neun Fehler. Daniel Deußer und Jasmien vd Bisschop gaben auf.